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Bisons & Hot Springs: Erinnerungen an einen Road Trip

Es sind einige Wochen her, dass wir in München aus dem Flugzeug gestiegen sind. Zurück in den Alltag, zurück aus dem hohen Norden Alaska’s, den unendlichen Weiten Kanadas und der bezaubernden Mondlandschaft Islands. Es gibt da so Momente, da träumt von diesen Tagen, und wünscht sich nichts mehr als zu zweit wieder unterwegs zu sein. Eine lange Reise, ein Road Trip, ein Weg in das Abenteuer. Das sind unsere Erinnerungen, das ist, was wir sind.

Road Trip from Mark Buzinkay on Vimeo.

La Tournée de la Gaspésie

Advocate ist verlassen, Gerry und Jane bleiben uns weiterhin in Erinnerung. New Brunswick zu durchfahren ist eine Sache von wenigen Stunden. Damit ist nicht gesagt, dass es nichts zu sehen gibt. Die Landschaften wechseln beständig, und besonders entlang der Küste kann Beate nicht einschlafen. Das will was heißen.

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Percé

Irgendwann überqueren wir über die Brücke bei Campbellton die Grenze zu Quebec. Die Welt taucht nun in Blau-Weiss, die Straßen bleiben breit und sanft. Ich sauge jedes Straßenschild und jede Reklame in mich auf, ich verschlinge ihr Französisch, denke und spreche mit mir in der einzigen Sprache hier. Ich genieße es. In der Schule konnte ich das nicht behaupten. Aber nach vielen Reisen in französisch-sprachigen Regionen, unter anderem auch hier in Quebec, habe ich daran Wohlgefallen gefunden. Wir betreten die Gaspesie, jenes gelobte Land der Großstädter aus Montreal und Quebec, das Land der Äpfel und Meeresfrüchte, feiner Strände und wilder Klippen. Ein Spiegelbild der Normandie.

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früher Morgen in der Gaspésie

Das erste Nachtlager schlagen wir über einem Strand unweit von Paspebiac auf. Der Mond geht auf, wir bauen unser Sofa auf, schauen bei offener Schiebetüre hinaus auf den Atlantik. Irgendwann schlafen wir ein. Die Nacht bleibt ruhig, die Fahrt am nächsten Morgen entlang der wilden Küste nach Percé ist kurz. Die Sonne geht auf, die Luft ist erfüllt mit Salz und Sommer, und wir spazieren unweit des Roche Percé auf einen Kaffee. Gaspèsie ist Romantik.

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das traditionelle Telefonat

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wir sind angekommen

Die Fahrt führt uns weiter, in den Nationalpark Forillon. Bestens ausgestattet und erhalten, ist unsere erste Station an diesem Spätsommer-Tag der Strand. Ich schlafe nochmals ein, und als ich aufwache, tummeln sich Seelöwen unweit von uns im Wasser. Etwas später, Beate wird etwas unruhig, wechseln wir den Strand, um unsere Laufschuhe anzuziehen. Ein Trail führt uns zum Leuchtturm am Cape Gaspé, und retour. Die Steilküste ist eine Augenweide. Die Wasch-Routine führt uns zunächst in den Atlantik, dann unter die Solar-Dusche. Wir fühlen uns frisch, die Nudeln schmecken so-so, aber wir haben keine Eile, auch als die Dunkelheit einbricht. Erst spät verlassen wir den Nationalpark, um in der Nähe des Eingangs einen guten Spot für die Nacht zu finden.

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im Nationalpark Forillon

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sehr schick – Auto und Wohnwagen

Das Wetter wechselt am nächsten Morgen, als wir den Norden des Nationalparks Forillon per Laufschuh entdecken. Es ist stark bewölkt, und später, nach einer Dusche am Parkplatz, beginnt es leicht zu regnen an. Die Straße im Norden ist noch aufregender als im Süden, und auch Beate gefällt die Rolle hinterm Steuer. Wir passieren kleine Städtchen mit wilden Namen wie Wolfsfluss, Drei Pistolen oder Sankt Bruno. Die Gaspesie hält, was sie verspricht. Ich könnte hier länger verweilen. Quebec, Montreal und Canandaigua warten.

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am St. Laurent