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Sundarbans: Bangladesh’ Mangroven-Wunder

Im Zentrum des historischen Bengalen wollen wir im Zuge unserer Reise durch Bangladesh auch den Nationalpark Sundarbans besuchen. Das Einzigartige an diesem rund 1.300 km² großen Park ist sein Lage:

  • Mündungsgebiet von Ganges, Brahmaputtra und Megna
  • riesiges Delta, das “fließend” in den Indischen Ozean übergeht
  • und daher das Brackwasser einen gewissen Salzgehalt aufweist.

Die Sundarbans (“schöner Wald”) sind ein System aus unzähligen Wasserarmen und dichten Mangrovenwäldern, in denen Krokodile, Pythons, Hirsche, Wildschweine und vor allem der vom Aussterben bedrohte bengalische Tiger leben. Gerade letzter hat in den Sundarbars den Ruf eines “Killers”, fallen ihm doch jährlich rund 100 Menschen (meist Honigsammler) zum Opfer. Die Tigerpopulation in den Sümpfen ist die Höchste der Welt, doch ihr Lebensraum ist bedroht – die Wasserverschmutzung, das Drängen der Bevölkerung auch in diesem unwirtlichen Gebiet eine Lebensstätte zu finden. Die Sundarbars sind aber auch besonders vom steigenden Meeresspiegel bedroht, mehrere Eilande sind bereits in den ozeanischen Fluten verschwunden.

sundarbans

Das Sundarbars-Delta. Der dunkelgrüne Fleck ist der eigentliche Nationalpark, und um diesen herum landwirtschaftliche Flächen.

Ein Teil des Nationalparks erstreckt sich auf auf Indisches Gebiet und ist somit auch “leicht” von Kalkutta aus erreichbar. Mehr Infos zu den Sundarbans findet sich hier oder in unserem Guide Bangladesh.

Was uns erwartet II: Pflanzen & Geologie im Oman

Nach der ersten – tierischen – Einführung in das südwestliche Land der arabischen Halbinsel geht’s nun weiter mit der typischen Flora. In einer Wüste wird es wohl nicht geben, und wenn man an die grünen Wiesen unserer Berge denkt, dann ist der Kontrast frappierend. Und doch: wo nur das kleinste Wasserrinnsal ist, dort ist auch grünes Leben.

In den Oasen der Wüste wie auch in den tiefen Schluchten und Canyons der Bergketten findet sich, was bei uns auch hin und wieder auf dem Tisch landet: Datteln. Datteln sind nicht nur sehr zuckerhaltig, sondern auch vitaminreich. Damit habe ich schon meine Ausrede gefunden, diverse Sorten vor Ort auszutesten. Denn es gibt rund 350 Dattelsorten im Oman, und in Nizwa den berühmtesten Dattelmarkt. Sollten wir nicht übermüde vom Rad fallen, dann sollte sich dort ein Besuch ausgehen…

Der zweite in der Hitliste der omanischen Pflanzen ist wohl die Boswellia Sacra, der arabische Weihrauch. Nicht nur zu sakralen Action gedacht, sondern auch zur medizinischen: Hildegard von Bingen empfiehlt ihn z. B. gegen Schwerhörigkeit.

Die eher karge Landschaft besteht dann aus diversen Büschen (vor allem Akazien, Maulbeerfeigen und Jasmin) und Gräsern, und in einer gewissen Höhe existieren auch Wacholder, Ölbäume, Zedern und Euphorbien. Im Großen und Ganzen war’s das, bis auf ein paar künstlich angelegte Haine und Golfplätze.

Was den Untergrund betrifft, so kann man von einem Untergrund eigentlich schwerlich sprechen. Denn er ist ja überall sichtbar. Je nach Gegend werden unterschiedlichste geologische Formationen offenbar, manche so alt, dass Oman zu den für Geologen interessantesten Forschungsstätten.

Was hat der Oman also optisch zu bieten? Nun, an den nördlichen Küsten Fjorde, ja Fjorde; die restliche Küste ist ein einziger Sandstrand, unterbrochen von steilen Klippen (man stelle sich die Algarve vor). Im Landesinneren geht die Vielfalt weiter: karge Ebenen, ausgetrocknete Flussläufe, die bei Regen zu reißenden Strömen werden. Steile Bergketten, die 3.000 m erreichen; mehrere Hochplateaus, die nur über Schotterstraßen erreichbar sind; Azur-blaue Wasserpools, eine Landschaft bespickt mit grünen Oases. Gegen Nordosten dann die große Leere, die Sandwüsten hin Richtung Saudi-Arabien. Das flache Land zieht sich in den Süden, bis es auf den Jemen trifft, Sanddüne auf Sanddüne.