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Diffuser Aufstieg zum Guntenkopf

Das hätten wir uns nach dem gestrigen Traumtag am Hinterberg nicht gedacht: Stürmische Böen, Harsch, warmes Wetter, und mieses Licht. Derweil hatte ja alles gut angefangen: die Straße von Mellau (688) ins Mellental war schneebedeckt, und nicht gestreut. Die ersten Kilometer entlang des Mellenbachs bis Elma spurten sich also sehr einfach.

guntenkopf

Und raus aus der steilen Waldschneise!

Der Aufstieg zur Waldalpe (1.124 m) gestaltete sich allerdings schwierig: keine Spur mehr, dichter Wald, und zwei Ortsunkundige. Irgendwann wurde es dermaßen steil, dass wir die Ski abschnallten und unser Heil in einem Fußmarsch durch steiles Waldgelände suchten. So kamen wir wieder auf so etwas wie einen Weg, dann zur Waldalpe und so zu unserer ersten Pause. Die Fortsetzung über Almwiesen und Waldstücke meisterten wir dann ohne Probleme, und bewegten uns über einen steilen Hang bis zur Oberen Guntenalpe (1.578 m) hinauf. An den Südhängen waren schon ausgeprägte Hangrutsche zu beobachten. Von der Alpe war es dann nicht mehr weit zum Guntenkopf (1.765 m).

guntenalpe

Das Licht unterhalb der Oberen Guntenalpe – sehr diffus

Die Abfahrt war auch ein Kontrastprogramm zum gestrigen Tag: Harsch (windgepresst) im oberen Teil, viel Schieben im Mittelteil auf dem Forstweg bis zum Mellenbach, und dann eine Langlaufeinlage bis zum Parkplatz kurz vor Mellau.

Schieben, Tragen, Ziehen: der Dümeli-Sattel

Heute am freien Tag der Woche ging es nicht allzu früh wieder in die Gegend Klaus-Rankweil. Gestern waren wir ja von Rankweil zum Gerachhaus gefahren, heute fuhren wir eine Strecke von Weiler (480 m) über den Dümelisattel nach Dornbirn.

Der Weg führte am Frödischbach und seine Seitentäler stetig bergauf

Zunächst ging es über den Waldlehrpfad von Weiler nach Röthis, und dort die asphaltierte Straße Richtung Viktorsberg. Ca. 1km vor dem Erreichen des Dorfs fuhr man auf einen Forstweg ins Frödischtal, eine teilweise recht schuchtartige Versenkung. Diese hatten wir auf dem Rückweg von Gapfohl einmal gesehen – in Gegenrichtung. Der Weg selbst war mäßig, aber konstant steil und zog sich über 10 km bis zur Pöpiswies Alpe (ca. 1100 m). Der Aufstieg wurde nun wesentlich steiler, und bald trennte sich der Wanderweg zum Dümelisattel (1.452 m) vom befahrbaren Weg.

Auf der Velors Alpe unterhalb des Hohen Freschen

Was jetzt folgte, war eine längere, rutschige und mühsame Passage von Schieben, Tragen und Ziehen des Rades zum Dümelisattel, über den Dümelikopf (1.523 m, mit schöner Sicht auf den Hohen Freschen, dessen Spitze fast immer in Wolken lag, und zur Hohen Kugel) und dann hinunter bis zur Valors Alpe. Erst ab dort war wieder ans Fahren zu denke, mit den üblichen Unterbrechungen. Der angenehm breite Fahrweg begann eigentlich erst mit der Überquerung der Ebniter Ache.

Die Überquerung der Ebniter Ache

Nach einer rasanten Abfahrt entschieden wir uns zu einem kleinen Umweg über die Sattelaple, bevor es über bekannte Wege ins Gütle und nach Hause ging.

Insgesamt eine Tour, die mit 1.300 Höhenmetern nicht zu unterschätzen war. Die langen Schiebepassagen waren aber nicht nur lästig, sondern manchmal auch nicht ungefährlich – alles war aufgrund des Wetters nass und glitschig. Diese Route wird (bis auf den Abschluss über die Sattelalpe und Gütle) auch im Bike-Guide Vorarlberg als Tour Nummer 14 beschrieben.

Nachmittagsrunde zum Schauner

Nach unserem Piz Surgonda – Ausflug ging es am Nachmittag noch eine winzige Runde mit dem Bike in die Höhen um Dornbirn herum. Heute: über Kehlegg nach Schauner (nicht über Bad Kehlegg). Feine Sache, bis auf ein paar Schneepassagen, und einem Platten, der in 10 Minuten wieder repariert war (dass es so flott ging, war das Ergebnis meines Bike-Mech-Kurses…).

Blick nach Kehlegg und dahinter der Karren

Berglauf um die Weißenfluh

Was man in Dornbirn gewöhnlich mit dem Mountainbike tut – eine Runde auf die Weißenfluh, gab’s gestern für uns per pedes und im Laufschritt: ein Berglauf um die beliebte Alp herum.

Genauer gesagt ging’s vom Bödele über die Hochälpele Alpe, Lustenauer und Bregenzer Hütte bis hinauf zur Weißenfluh, dann einmal um die Anhöhe und hinüber zur Gschwendt Alpe. Der letzte größere Anstieg ging dann zwar meist nur noch im Schritttempo, aber auch da erreichten wir den Hochälpelekopf recht munter. Die Ausblicke in den Bregenzer Wald entschädigten wieder für die Mühe.

Von der Anhöhe ging es relativ flach zum Lank, dann wieder steil bis zum Bödele retour. Zum Laufen eine prima Runde, wenn auch wir die Länge doch ein wenig unterschätzt haben.

Erster Tiefschnee am Bödele

Heute in der Früh durften auch wir den Winter offiziell beginnen – mit einer kurzen Skitour auf unseren Hausberg. Tief winterlich präsentierte sich der Berg von Rickatschwende aus – 30-40cm Pulverschnee, Schneefall und kaum Skispuren.

Oben angekommen konnte wir es kaum erwarten, in den Tiefschnee zu jagen. Es gibt viele gute Dinge auf der Welt, und das ist eines davon! Unvorstellbar, dass wir vorletzte Woche noch auf dem Widderstein waren.

Bikers Heaven – Tag 3

Frisch und dunkel startete der dritte Tag (hier Tag 2) – vom Gasthof Edelweiß unterhalb der Kanisfluh bis nach Dornbirn über das Mellental und den First. Schon seit 5.00 tuckerte ein Motor in der benachbarten Scheune, die Kühe machten auch schon ordentlich Glockenlärm, und wir hatten uns aus dem Haus geschlichen – alles schlief, nur wir nicht und die Alp-Jugend.

Nun, die erste Etappe folgte einem ständigen Auf und Ab, in Summe vielleicht 400 Höhenmeter, über die Roßstelle zur Wildgunten Alpe, weiter über die Alpe Alpenfrieden und der Hauser Alpe bis ganz zur Spitze des Mellentals – die Lindach Alpe. Ein schöner Track, allerdings auch schon im Regen und kaltem Wind.

Von der Lindach Alpe folgte zunächst eine schöne Abfahrt – bis zur Abzweigung nach Norden. Der lange Aufstieg begann, in Serpentinen vorbei an der Oswald Alpe hin zur Kobel Alpe und schließlich zur Untermörzel Alpe. Alles gute Wege, teils asphaltiert, teils feiner, fester Schotter. Der Spaß begann aber erst jetzt, denn irgendjemand hatte entschieden, den Wanderweg bis zum Firstgrat zu einem Forstweg umzubauen. Nur war der noch nicht fertig, sondern ein Haufen Lehm. Und mit dem Regen nicht nur unbefahrbar, sondern auch beinahe unpassierbar, für uns und für unsere Räder. Lehm überall. Jede 5 Meter blockierten die Räder, der Dreck hatte sich rasch zwischen Rad und Rahmen festgekleistert. Dann Tragepassagen und Klettereinlagen. Mehr als eine Stunde benötigten wir da hinauf. Und dann fast nochmals solange bis zur Alpe Unterfluh, auf der anderen Seite des First. Ans Fahren ist hier nicht zu denken – nur mit Ganzkörperschutz und Spezialrad – zu grob und zu groß sind die Steine auf dem engen Pfad nach unten.

Bevor wir ins Tal abrauschten, im Finale, gab es noch im Bach eine Radwäsche. Die Bremsen sollten zumindest funktionieren. Und das taten sie.

Schon am nächsten Morgen wollten wir weiterfahren. Die Berge warten, und noch weitere spektakuläre Routen.

Die Touren zum Einfahren

Während also in Costa Rica am Pazifik schön die Wellen branden, und auf diversen Baseballplätzen das hektische Treiben begann, starteten wir vor Wochen in die neue Mountainbike-Saison. Das ging einmal los mit Luft in die Räder pumpen und den Bike-Helm suchen. Der Rest war schon kinderleicht, denn das Wetter im April war bekanntlich sensationell.

Nach den ersten zwei Einstiegstouren auf Oberbildstein und die Weißenfluhalpe kreisten wir auch noch zur Lorena mit dem Brüggele hoch. Über Achrain hinauf (kaum Verkehr am Sonntag morgen), dann zum Lorena-Pass (bester Untergrund) und dann schräg zum Brüggele mit Pause in der Vormittagssonne. Das Beste: die rasante Abfahrt auf der Rodelstrecke. Von so einem Tempo hätten wir im Winter mit den Rodeln nur träumen können…

Mehr folgte in den nächsten Tagen…

Mountainbiking zur Millrütte und weiter

Eine etwas längere Mountainbike-Tour im Umland von Dornbirn / Vorarlberg ist eine Strecke, die insgesamt über 35 Kilometer und mit rund 1200 m Höhenunterschied: Götzis-Millrütte-Schuttannen-Dornbirn.

Auf dem Weg nach Meschach

Von Götzis führt ein mittelmäßiger Anstieg durch schöne Wälder und gut-befahrbare Forstwege bis nach Meschach. Der Übergang über den Bach ist ein wenig abenteuerlich und die Wege können verschlammt sein. Von Meschach geht es dann über eine asphaltierte Straße konstant steil aufwärts bis zur Millrütte, wo eine kurze Pause angebracht ist.

Auf der steilen Passage zur Emser Hütte, Blick auf das Rheintal

Von dort folgt ein sehr steiler Abstieg, teilweise mit Tragepassagen, zum Weg, der zur Emser Hütte führt (1270m Seehöhe). Dieser Weg ist breit und gut befahrbar, aber auch konstant steil. Nach der Emser Hütte geht es weiter Richtung Schönnermannalpe (1385m Seehöhe) und Hinterbergalpe. Von da an geht es im rasanten Tempo hinunter bis Schuttannen.

Schuttannen bildet den Ausgangspunkt zahlreicher Wanderwege, auch um den Staufen herum. Wir wählen den Weg östlich des Staufen, der zunächst leicht aufwärts geht und ein-zwei Tragepassagen birgt. Ab der Staufenalpe geht es dann in einer steilen und schnellen Abfahrt bis zum Karrenweg und dann weiter bis zum Dornbirner Stadtteil Mühlebach.

Die letzten Anstieg auf dem Staufen-Rundweg.

Insgesamt sollte man rund 4 Stunden für diese Tour einplanen. Eine gute Wanderkarte ist zu empfehlen, da es trotz der brauchbaren Ausschilderungen immer wieder zu Orientierungsproblemen kommen kann.