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Edelweiss Raid 2011 – Impressionen

Vor ein paar Tagen habe ich auf “Super gsi” über den 2-Tages-Event “Edelweiss Raid 2011” berichtet. Nun habe ich zusätzliches Fotomaterial erhalten, aus denen ich nochmals ein paar Bilder ausgewählt und weiter unten in diesem Post veröffentlicht habe.  Vielen Dank an das Organisationsteam des Rennens für das Bildmaterial!

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Die Teams kämpfen sich die Berge hoch

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Abfahren am Seil

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“Romantisches” Biwak

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Zwei Rucksäcke schleppen ist nicht immer lustig

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Aber es hat sehr viel Spaß gemacht!

Der Wasserkanister-Trek

Mit diesem Post möchte ich eine neue Kategorie in unserem Blog einführen: “Training”. In dieser Kategorie werde ich Trainingstipps und -möglichkeiten präsentieren, die ich selbst ausprobiert habe und über deren Wirkung schreiben. Ich muss natürlich dazu sagen, dass diese von mir nicht wissenschaftlich erprobt oder erforscht wurden, sondern einfach in meiner Trainingspraxis in unterschiedlichem Umfang ausgetestet und bestenfalls eingeführt wurden.

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Bergsteigen heißt oft langer Zustieg, meist mit viel Gepäck und Höhenmetern…

Den Anfang mache ich mit einer Trainingseinheit, die ich bei Steve House abgeschaut habe. Ich nenne es den “Wasserkanister-Trek”. Die Grundidee von Steve ist, dass man sich mit dieser Trainingseinheit schön langsam Grundkondition aufbauen kann. Also lange vor einer geplanten Bergtour oder Bergprojekt. Grundbedingung ist daher, dass man einen guten Überblick darüber hat, wann im Jahr welche Belastungsspitzen auftreten werden (da hilft schon ein einfacher Zeitplan, der auf einer Liste von Zielen fußt). Auf das hin kann man sein Jahresprogramm zusammenstellen. In der ersten Phase, wo es um die Gewöhnung des Körpers an ein bestimmtes Arbeitspensum geht, kommt auch die erwähnte Methode des Wasserkanister-Schleppens zum Einsatz.

Dieses Training ist einfach und effektiv. Bei mir schaut es folgendermaßen aus: mit dem Rad zur Talstation der Karren-Seilbahn radeln und zwei 10-Liter Kanister mit dem Wasser aus der Dornbirner Ache füllen. Diese Kanister verstaue ich in meinen großen Trekking-Rucksack (60 l) und dann auf meinem Rücken. Nun folgt der Anstieg in einem schnellstmöglichen Tempo hinauf zur Bergstation – das sind rund 470 Höhenmeter auf einem durchgehend mittelsteilen Forstweg mit wenigen, kurzen Flachpassagen (insgesamt ca. 3km). Ich bewege mich daher meist im Grundlagenausdauer 2 – Bereich. An der Bergstation angekommen schütte ich das Wasser aus und marschiere wieder zur Talstation herunter – diesmal aber mit einem nicht spürbaren Rucksack, also keine Gefahr für die Knie beim steilen Abwärtsgehen! Wenn man will, kann man das bis zum Umfallen wiederholen.

Dieses Training bietet einige Vorteile. Zum einen der Cardio-Effekt, dann aber auch die Stärkung der Beinmuskulatur und das Gewöhnen an große Lasten bei großer Anstrengung. Außerdem kann ich meine Knie schonen, und das Training bei jeder Witterung und Tages- und Nachtzeit (Stirnlampe) durchführen. Ausnahme: wenn der Weg komplett vereist ist (aber auch hier könnte man mit Steigeisen eine interessante Variante einbauen). Ich versuche, je nach Trainingsperiode zwei bis drei mal pro Woche diese Trainingseinheit durchzuführen und brauche mit der Rad-An-/Abfahrt fast zwei Stunden dafür (inklusive Kanisterbefüllen etc.).

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Edelweiss Raid 2009, Foto: Siegi Schwärzler

In den nächsten Tagen wird sich in einem ersten Test zeigen, ob und wie sich mein Trainingsplan bewährt hat: die erste Belastungsspitze des Jahres 2011 ist ein zwei-tägiger Wettkampf in den Bergen Tirols. Das Edelweiss-Raid ist ein Mannschaftsbewerb im Skitourensport, organisiert vom Österreichischen Bundesheer. Ich darf im Team des Vorarlberger Militärkommandos teilnehmen und bin schon gespannt auf zwei Tage mit je 2.000 (positiven) Höhenmeter, 40 Kilometer Marschweg und diversen Sonderprüfungen sowie einem Schneebiwak. 20 Teams aus dem In- und Ausland sind gemeldet. Ich werde an anderer Stelle von dieser Veranstaltung berichten.

Trails & Raids Week: Running & climbing

Nach der erfrischenden Radrunde von Bludenz über die Bieler Höhe und Pians nach St. Anton und über den Arlberg wieder nach Bludenz war wieder etwas Laufarbeit gefragt. Trailrunning bot sich bei regnerischem Wetter an. Überraschenderweise hatten wir am Abend Wetterglück, der Klettergarten in Schwarzenberg war trockengeblieben, und so ging es in ein paar schöne Routen inklusive Auffrischung in Sachen Standbau, aktives Abseilen und Sicherung.

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Das neue Zelt von Mountain Equipment hielt dicht

Trails & Raids Week: Bludenz-Bieler Höhe-Pians-Arlberg-Bludenz

Bei besseren Wetterbedingungen als am Samstag ging es im Rahmen der Trails & Raids Week auf eine lange Radetappe: Von Bludenz (588 m) führte der Weg ins hintereste Montafon – trocken, aber doch recht frisch, so dass in Partenen die Handschuhe angezogen werden mussten. Der Aufstieg entlang der Silvretta Hochalpenstrasse war zwar lang, aber schön, die Steigung war nie wirklich dramatisch und so konnte man die frisch angezuckerte Berglandschaft (ein paar Tage vorher war alles hochsommerlich – siehe Piz Buin) bestaunen.

silvretta-hochalpenstrasse

am Vermuntstausee

Bald war der Vermuntstausee erreicht, und dann die Bieler Höhe (2.032 m), wo der kalte Wind zu einer Kaffeepause “veranlasste”. Die Wolken zogen zu, erster Regen fiel, und auch die Massen an Besuchern waren an diesem Morgen (10.30) noch nicht auf dieser Höhe. Die Abfahrt nach Galtür, Ischgl und schließlich Pians (856 m) war deswegen ein wenig nass, aber mit durchschnittlich 45km/h sehr flott und angenehm.

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Die Silvretta in Wolken und mit Neuschnee

Nun begann ein rund 20 km langer Aufstieg nach St. Anton – nicht steil, und überraschenderweise auch nicht übermäßig stark befahren. Ab St. Anton änderte sich das vollkommen – ein kurzer, 10 km langer Aufstieg zum Arlbergpass (1.793 m), der aber steil und stark befahren war. Also ein Willenstest zum Ende der Runde. Am Pass gab’s dann noch mal was zu beißen, und schon war man im Abfahrtsdress auf der Piste. In nicht einmal 45 min war man in Bludenz, so flott ließ es sich hier auf der im unteren Teil doch welligen Strecke rollen. Der einzige, große Wermutstropfen: Beate war heute nicht dabei.

Bludenz-Bieler Höhe-Pians-Arlberg-Bludenz

Insgesamt eine sehr lässige Runde, für die man allerdings etwas Zeit einplanen sollte – gute Rennradler schaffen es locker schneller, ich würde mit kleinen Pausen aber ca. 7 Stunden veranschlagen. Es sind rund 2.700 Höhenmeter und 151 km (Bludenz Bahnhof) zu absolvieren.

Trails & Raids Week

Zusammen mit der Kalt- und Regenfront ist der Auftakt zur Trails & Raids AR Woche gefallen. Berichte gibt es laufend auf unserem Twitter-Kanal oder hin und wieder auch hier.

Die Auftaktleistung zur Einstimmung war ein lockerer 20km Trailrun. Auch wenn der Regen schon einsetzte, ein ideales kühles Wetter für’s Laufen. Am Abend Kartenkunde, und am Samstag bei strömenden Regen Rückzug ins Home of Balance in Dornbirn zum Krafttraining, Radfahren und in den Wellness-Bereich.
Morgen sollte es schon bedeutend schöner werden – und mit einer langen Rennradtour auch ein erster Höhepunkt der Trails & Raids Week eingeläutet werden.