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Piz Albris: selten so einsam

Nach dem ersten, genialen Tag am Piz Grevasalvas und einer Nacht in La Punt im Engadin starten wir gemächlich um 07.30 von Pontresina (1.805 m) zum Piz Albris. Es ist kein Mensch zu sehen. Weder im Dorf, noch auf der Piste. Ok, der Lift geht nicht mehr. Ok, der Himmel ist bewölkt. Aber: es ist Sonntag, die Tour zum Piz Albris als eine sehr populäre beschrieben. Es scheint, als ob jeder in Pontresina die Ski schon im Keller verstaut hat. Uns soll’s recht sein, wir sehen den ganzen Tag keinen einzigen Tourengeher.

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Zustieg zum Val Languard

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Wolken und Sonne spielen miteinander

Der Start über die Piste ist etwas ruppig – Schmelzharsch, völlig zerfahrene Oberfläche, recht steil und schön rutschig. Gut, wir schleichen uns unterhalb der Bergstation vorbei, folgen dem Terrain ins eher flache Val Languard. Es ist nicht besonders lang, ist aber ein stetiges Auf und Ab, bis wir endlich rechts eine Steilstufe nehmen und auf eine Terrasse kommen, die den Lejs d’Albris begrenzt. Weitere Steilstufen folgen, bis wir fast ans Talende kommen. Die Fuorcla Pischa erreichen wir gar nicht, sondern kehren bereits weit vorher gegen den Hang und nach Süden. Habe ich erwähnt, dass wir seit dem Lejs (See) mit Sonne aufsteigen? Bald stehen wir am Piz Albris (SE-Gipfel, 3.137 m), genießen Tee und Früchtebrot, auch wenn Piz Bernina und Piz Palü in Wolken stecken.

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kurz unter dem SE-Gipfel des Piz Albris

Die Abfahrt ist nur im oberen Teil pulvrig und angenehm zu fahren, das Val Languard ist leider ein einziger Bruchharsch, der uns das Drehen schwer macht. Auch die Piste bis nach Pontresina wird zu einem harten Vergnügen. Am Büssle wird mal Mittag gegessen. Im Spiegel sehe ich mein rotes Gesicht. Die Sonne hat ihre Arbeit getan. Wir fahren ab, bleiben noch einmal am Silvaplana-See stehen: Beate will nochmal auf die Langlaufloipe. Gut, wenn sie möchte. Das Wochenende ist einfach nur genial, davon zehrt man im grauen Rheintal.

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Tiefblick vom Piz Albris, links unten die Fuorcla Pischa

Flüelapass-Albulapass: ein Graubündner Klassiker

Es kommt hin und wieder vor, da haben wir am Freitag frei. Das wird sofort in diverse Unternehmungen umgemünzt. Am Donnerstag Abend mit dem Büssle zum Klettergarten XX in Liechtenstein, dann am selben Abend weiter nach Davos. Am nächsten Morgen: dunkle Wolken, Wind. Sollten wir auf die 120 km Runde gehen? Mal schauen was kommt, war der richtige Gedanke.

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Schon recht nahe am Flüelapass

Flott ging es von Davos (1.560 m) hinauf auf den Flüelapass (2.383 m), nicht die einzige, aber eine sehr direkte Verbindung ins Engadin. Wie wir sehen konnten, bietet die Gegend feine Skihänge – das müssen wir uns für den nächsten Winter vormerken. Vom Flüelapass geht’s zackig bis nach Susch (1.426 m) ins Engadin hinunter. Es war zwar eine kalte Abfahrt, aber sie blieb trocken.

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schöne Engadiner Dörfer, hier Zuoz

Nun folgten wir dem Inn flussaufwärts auf einer Auf- und Abstrecke über Zernez bis nach La Punt, wo wir steil zum Albulapass abbogen. Zu Beginn reihen sich die Spitzkehren aneinander, aber hat man einmal diese lange Steilstufe überwunden, folgen noch ein paar flachere Rampen gegen den Talschluss. Irgendwann steht man am Albulahospiz am Albulapass (2.312 m). Auch hier, sehr schöne alpine Landschaften.

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Albula, wir sind gleich da!

Die Abfahrt war von leichtem Schauer begleitet, ging aber gut und wir passierten Bergün. Die Abfahrt erfolgte bis nach Alvaneubad (rund 1.000 m Seehöhe). Wir waren recht froh um die folgenden Aufstiegsmeter, unsere Hände waren steifgefroren. Über Schmitten hoch nach Wiesen, und dann weiter bis nach Davos mussten wir. Alles in allem tolle Kilometer, die wir auch mit etwas Wetterglück letztlich trocken überstanden. Ein Picknick am Davoser See war die Belohnung dafür.

Piz Laschadurella: Einstieg ins Wochenende

Nach einer ersten Nacht in unserem neuen Gefährt (mehr dazu an anderer Stelle) bei Ardez im Unterengadin ging es in aller Frühe über Zernez Richtung Ofenpass hinauf. Nach wenigen Kilometern warfen wir unsere Ausrüstung aus dem Bus (1.748 m) und es ging den Laschadurabach holprig und eng zur Alp Laschadura (2.000 m) hinauf.

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Durch das Val Laschadura

Von hier weg wurde das Tal breit und sanft, mit wenig Anstieg aber umso mehr Schnee im Schatten der Berge der Sesvennagruppe. Nach rund 4 km vom Ausgangspunkt teilen sich die Wege – einer führt über die Fuorcla Laschadurella zum weit entfernten Piz Plavna Dadaint. Der andere zum Piz Laschadurella. Der Weg wird nun steiler, dennoch war die Spur gut angelegt und nicht direkt. Erst am Gipfelhang wurde es mühsam: der Schnee rutschte auf einer eisigen Unterlage fortwährend ab, so dass in der Querung des Steilhanges Harscheisen notwendig wurden.

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Das Talende ist erreicht, jetzt geht’s hinauf

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Piz Laschadurella (Bildmitte) wird über das Joch (rechts davon) bestiegen

Unterhalb des Gipfels ein gemütliches, windstilles Skidepot. Noch ein paar Höhenmeter zu Fuß, ganz unschwierig hinauf zum Gipfel des Piz Laschadurella (3.003 m), der bald recht international wurde: Deutsche, Graubündner, Franzosen und eben wir. Auf der Abfahrt waren wir wiedermal erster, fuhren recht steile Hänge im feinen Pulver ab. Erst ab der Alpe Laschadura wurde der Schnee schwer, und rar, sodass ein Umweg notwendig wurde. Insgesamt waren wir rund fünf Stunden unterwegs (1.300 m, 12km), kein Grund also, in Zernez nicht auf die Loipe zu gehen und ein paar Runden zu drehen. Im Anschluss noch ins Hallenbad, dann war der Tag mit Fahrt über den Ofenpass nach Tschierv (Münstertal) perfekt!

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Blick vom Gipfel zum Nachbarn Piz Ftur

Transalp 2010 – Tag 3: St. Maria i. Münstertal – La Baita

Nun hatten wir die große Etappe vor uns – nach zwei guten Einstiegsetappen (Tag 1, Tag 2) unserer Transalp 2010 Tour: Von St. Maria über zwei größere Pässe und dann noch einen netten Schlussanstieg ins Valle di Rezzalo. Aber nun mal der Reihe nach.

Von St. Maria im Münstertal (1.375 m) brachen wir recht früh auf – um 6.15 saßen wir schon im Sattel und fuhren die ersten Kehren zum Umbrailpass (2.503 m) hinauf. Die Strecke lag noch im Schatten der umliegenden Berge, es war kalt und bald froren unsere Zehen und Finger. Macht nichts, Kehre für Kehre ging es auf der Asphaltpiste hinauf. Irgendwann wechselte der Belag in feine Naturpiste, aber zum Schluss gab es wieder Asphalt. Wie auch immer, es zog sich, und erst auf den letzten Metern genossen wir so etwas wie Morgensonne mit Blick auf das Stilfserjoch.

Umbrail Pass

Die letzten Kehren zum Umbrailpass

Rasch umgezogen schossen wir schon die vielen Kehren vom Umbrailpass hinab ins Tal, durch Galerien und unbeleuchtete Tunnels, die so schmal waren, dass wir mit unserem Büssle wohl schwer durchgekommen wären. Manchmal musste man einfach ins Stockdunkle einfahren, keine angenehme Sache. Egal, nach unten ging’s, nach Bormio (1.217 m), wo schon das Tal wach war und der Verkehr sich auf der Hauptroute nach Livigno hochquälte.

Umbrail Pass

Steile Abfahrt nach Bormio

Unser Weg führte zunächst über diese lästige, ansteigende Straße nach Valdidentro und dann weiter, aber friedlicher nach Arnoga (1.891 m), eine kleine Alpe im Val Viola. Auf und ab, steil und flach musste wir weiter hinein ins Tal, bevor es scharf bergauf ging zur Alpe Verva (2.156 m). Auf grobem Schotter folgten wir dem Weg unter heißer Sonne zum Passo Verva (2.302 m), unserem zweiten Pass an diesem Tag.

Val Grosina

Auf Schotter Richtung Passo Verva

Die Abfahrt war eine Rüttlerei ohne Ende, erst ab Eita fanden wir feinen Schotter bzw. Asphalt. Die lange Abfahrt hatte Erholendes, und bis Grosio (668 m) fuhren wir 20 km nur abwärts und Vollgas. Leider hatte alles im Tal geschlossen, und so mussten wir doch schon reichlich ausgehungert zunächst dem Tal folgend bis Sandalo (845 m) und später unendlich viele Kehren hoch nach Frontale (1.140 m). Dort, endlich, fanden wir einen kleinen Laden, der geöffnet hatte, und die alte Dame im Geschäft hatte ihre Freude mit uns. Wir mussten aber weiter, auch wenn sie uns noch so gerne auf ein Gespräch bei sich behalten hätte, denn weitere Kehren warteten auf uns bis Fumero (1.499 m).

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Schon im Valle di Rezzalo

Eine Pause, und dann der Schlussangriff im Valle di Rezzalo zu unserer Übernachtungsmöglichkeit – Refugio La Baita. Auf 1.884 m gelegen war es eine Perle – großartiges Essen, viel Ruhe und ein sehr sympathischer Hüttenwirt Alessandro, der perfekt Deutsch sprach. Wir können dieses Refugio nur empfehlen, und wer mal dort übernachten möchte, sollte unbedingt vorreservieren, denn die Bettenanzahl ist begrenzt. Von dieser langen Etappe (rund 3.500 Höhenmeter und ca. 100 km in Summe) erholten wir uns auf La Baita bestens, und träumten schon vom Tag 4 unserer Tour.

Transalp 2010 – Tag 2: Bodenalpe – St. Maria i. Münstertal

Nach der ersten Passüberquerung im Verwall am Tag 1 der Transalp 2010 hatten wir am 2. Tag einiges mehr vor: der Fimberpass und den Pass Costainas. Eine Strecke von der Bodenalpe bis zu St. Maria im Münstertal (welches wir im Rahmen der Grabündentour 2010 schon mal besucht haben) mit 2.000 Höhenmetern und 67 Kilometern.

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Blick vom Fimberpass nach Süden

Recht zeitig ging es von der Bodenalpe (1.848m) hoch zur Heidelberger Hütte (2.264 m), die zwar noch im Fimbertal liegt, aber schon auf Schweizer Gebiet. Von der Heidelberger Hütte zog sich ein teils steiler Pfad zum Fimberpass (2.608 m) hoch, abwechselnd im Schieben und im Fahren kamen wir eher langsam vorwärts. Auch hier erwies sich die Passhöhe als schneefrei, doch Wolken zogen ins Tal hinein und ein kurzer Schauer mahnte zur raschen Abfahrt ins Tal.

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Waldtrail bei Vna

Die Trailabfahrt war größtenteils möglich, wechselte nach der Alp Chöglias (2.054 m) auf Schotterbelag und schon ließ man es ordentlich bis nach Vna (1.659 m) krachen. Es folgte eine schöne Waldtrailpassage ins Sinestratal, und bald erreichten wir auch schon Sent und später Scuol (1.254 m). Hier gab’s mal kurze Rast beim lokalen Volg-Geschäft (ja, es hatte am Sonntag um 11.00 geöffnet!), und unter dunklen Wolken brachen wir zum langen Anstieg ins Val S-charl auf. Zunächst über eine serpentinenreiche Asphaltstrecke, später über eine schöne Naturpiste gelangten wir ins stark frequentierte S-charl auf 1.810 m Seehöhe. Eine wirklich hübsche Alpe, die vom Wander- und Biketourismus lebt.

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Fenster in S-charl

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Trail hinauf zum Pass da Costainas

S-charl diente uns lediglich zur Wiederauffüllen unserer Wasserflaschen, wir wollten den Trubel hier rasch hinter uns lassen und fuhren nun weiter gegen den Talschluss. Kurz vor der Alp Astras gab es dann einen Snack, um kurze Zeit später auf dem Pass da Costainas (2.252 m) anzukommen. Die gesamte Strecke war sehr gut fahrbar, genauso auch die folgende Abfahrt – zunächst auf eher grobem Schotter, später auf einer feinen Naturpiste, und vor Lü ging es dann endgültig wieder auf Asphalt über. Noch flotter passierten wir die wenigen Kehren nach St. Maria im Münstertal, wo wir in der örtlichen Jugendherberge eine Bleibe für die Nacht fanden. Es ging sich noch ein Sonnennachmittag aus, bevor ein Gewitter uns frühzeitig ins Bett begleitete. Tag 3 sollte eine Marathonetappe werden, also waren wir um ein bißchen mehr Schlaf nicht undankbar.

Transalp St.Anton nach Trento

Gestern Abend zurückgekehrt, hatten wir fünf Tage Mountainbike-Spaß an unserer Transalp von St. Anton (Österreich) nach Trento (Italien). Es war nun unsere 3. Tour dieser Art – nach Graubünden 2008 und Wallis 2009. Unsere Route folgte im wesentlichen Verlauf dem Vorschlag von Andreas Albrecht (Transalp Roadbook 1 – Die Albrecht-Route), mit einigen Alternativen und Verlängerungen aus Gründen der Neugier, der Einzigartigkeit und unserem Zeitbudget.

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St.Anton nach Trento per MTB in 5 Tagen

Die Überquerung der Alpen hatten wir in 5 Tagesetappen eingeteilt:

Die einzelnen Etappen schildern wir hier im Blog in den nächsten Tagen. Es war insgesamt eine recht anspruchsvolle Tour (für’s Kreuz – wir hatten ja alles im Rucksack, und für den Hintern): ca. 360 km und 11.700 Höhenmeter. Mit den Rädern hatten wir keine Panne, Unfälle gab’s auch keine, und mit den Unterkünften hatten wir einfach immer ein prima Los gezogen – mehr dazu auch in den Berichten der nächsten Tagen. Wie immer trifft man unterwegs auch interessante Leute, die ein ähnliches Projekt versuchen, und auch Leute, die einfach nur seltsam sind (nicht grüßen, doof schauen wenn man grüßt, Super-Profis halt, deren Laktatwerte und Carbonräder wichtiger sind als ein freundschaftliches “Hallo”). Beeindruckt hat uns auch das Trentino, das wir uns für’s Bergsteigen und Kletterteig-Gehen vorgemerkt haben; und die Tiroler-Schweizer Silvretta, die für Skitouren ein recht nahes Ziel abgeben könnte.

Eine weitere Auswahl an Fotos, die wir nicht in den Posts der nächsten Tage inkludieren, gibt es auch auf unserer Facebook-Page zu sehen.

Graubünden-Trail: Tag 5 Lavin-Bergün

Eine weitere, harte Bergetappe wartete am 5. Tag unserer Graubünden-Tour auf uns: von Lavin über Zernez nach Cinous-chel (dies war der flache Teil) und später hinauf in das Susauna-Tal. Durch Bekannte waren wir vorgewarnt – das wird ein Tag des Schiebens und Tragens. Und so kam es…

Das idyllische Susauna-Tal

Die wenigen Stellen beim Aufstieg, die befahrbar waren

Schneefelder waren nicht ungefährlich und extrem anstrengend

Der Aufstieg vom Tal bis hinauf zum höchsten Punkt des Sattels auf der Keschhütte dauerte knappe 4 Stunden, das meiste davon das Rad schiebend, tragend und ziehend. Über Schneefelder, die uns einsinken ließen, und über Felsen-“verseuchte” Wege und Wiesen, die uns die letzten Kraftreserven kosteten. Letztlich erreichten wir die Hütte, und feierten Beate’s Geburtstag. Den wird sie wohl nicht so schnell vergessen…

Beate und ihr Geburtstagskuchen auf der Keschhütte

Schieben hieß das Motto beim Abstieg auf Chants

Der Abstieg war leider genauso anstrengend – mehrere Kilometer schieben, tragen, ja fast schon klettern auf dem teils Schnee-bedeckten Pfad bis nach Chants. Dort, endlich, eine passable Forststrasse, die wir in wenigen Minuten absolvierten und in Bergün uns in ein feines altes Hotel einquartierten. Der obligatorische Besuch bei Volg war aber genauso prima …

Und hier geht’s zum Tag 6 unserer Graubünden-Tour…

Graubünden-Trail: Tag 4 Santa Maria-Lavin

Der 4. Tag und das Wetter stets prächtig – wolkenlos und etwas dunstig präsentierte sich das Val Venosta von der Ferne auf der Abfahrt von Santa Maria über Müstair, Taufers und Laudes nach Burgeis. In Laudes gab es übrigens in der dortigen Dorfbäckerei allerhand Gutes und Energiereiches für unseren Aufstieg nach Schlining.

Morgenstimmung bei Münstair

In Schlining angekommen

Dieser Aufstieg war lange, sehr heiß und Serpentinen-reich. In Schlining selbst gab’s nur eine kurze Rast, denn wir wollten rasch auf die Sesvenna-Hütte (auf rund 2300 Höhenmeter) – die Sonne brannte ziemlich. Die letzten geschätzten 2 Kilometer der Strecke zur Hütte mussten wir schieben – zu steil und zu rutschig der Untergrund. Doch oben auf der Hütte wartete fantastischer Apfelstrudel und eine schöne Aussicht.

Bild: ein Wasserfall unterhalb der Sesvenna-Hütte

Noch mehr Naturreize gab es auf der anderen Seite des Passes zu sehen – es ging durch die Uina-Schlucht, ein absolutes Highlight, allerdings für die Augen, weniger fürs Fahren: denn wir mussten schieben. Alles andere wäre Selbstmord gewesen.

Nach der relativ langen Schiebepassage ging es über Forstwege rasant abwärts – zu rasant. Mit guten 35km/h erwischte ein Stein meinen Vorderreifen, legte mein Rad quer und ritzte auf grobem Schotter meine rechte Körperseite auf. Beate erledigte die Erstversorgung, das Rad war ok, musste nur etwas montiert werden. Meine Wunden wurden desinfiziert, abgeklebt, und ich bekam noch eine Nussschnecke zur Stärkung – das reichte mehr als für eine Weiterfahrt, und bald kamen wir im Engadin an – in Sur-En.

Von dort mussten wir noch etwas beißen, über 25 km bis nach Lavin. Wir waren froh, denn uns schliefen schon die Augen beim Fahren ein. Dafür gab’s ein Privatzimmer bei einer netten Dame und unser eigenes Wohnzimmer. Volg sei dank, gab es Rivella, Apfelwein, hausgemachten Joghurt und prima Nudeln ohne Ende. Lavin wurde zu meiner Lieblingsstadt.

Architektur à la Lavin

Und hier geht’s zum Tag 5 unserer Graubünden-Tour…