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Eissturm am St.Patrick’s Day

Von Nashville ist es nicht gerade ein Katzensprung, aber bei guten Fahrbedingungen eine lockere Tagesfahrt: über die Appalachen, quer durch Virginia, vor die Tore von Washington. Rückblickend weiss ich, wie froh ich um die Wetterverhältnisse sein kann. In Washington beginnt es zu regnen. Regen trifft auf kalten Boden, Eis bildet sich. Während der Vormittagsspaziergung von einem Memorial zur nächsten Sehenswürdigkeit, vom Arlington National Cemetery zum White House zwar frisch und feucht ist, ist die Fahrt aus der Stadt bereits unangenehm: keine Sicht, Eis und Schneematsch auf der Straße, viel Verkehr. Für die gut 200 Meilen nach Staten Island bei New York brauchen wir den ganzen Nachmittag. Schritttempo, Unfälle reihenweise, immer wieder müssen wir mit der bloßen Hand die Scheibenwischer vom zentimeter-dicken Eis befreien. Als wir am Abend unserem Nachtplatz einbiegen, hat sich auf der Kühlerhaube ein 1cm-dicker-Eispanzer gebildet. Dieses heikle Fahren macht mich müde und ich atme tief aus, als ich den Motor abstelle.

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Jefferson Memorial

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Wohl für ewig wahr! Franklin D. Roosevelt

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entlang der Prachtstraße im Herzen von Washington, D.C.

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Vietnam War Memorial

Washington ist eine sehenswerte Stadt. Zumindest für jenen, der sich für städtische Architektur begeistert. Da die Stadt am Reissbrett entworfen wurde, ist sie so anders als alle anderen Großstädte in den USA. Ausser ein paar hartgesottenen Läufern, die am St. Patrick’s Day ein 10-Kilometer Rennen absolvieren, verlieren sich nicht viele Fußgänger auf die Straßen der Stadt. So sehen wir ein eher verlassenes, verschneit-verregntetes Washington an einem Sonntag Vormittag. Da könnte New York ein wahres Kontrastprogramm liefern.