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Ferrata am Corno Medale

Der Berg selbst ist mit 1028m kein Riese, aber bedenkt man die Seehöhe von Lecco (214m), dann ragt dieser Fels ganz schön neben der Stadt steil empor. Und so ist auch die Wand: steil und steiler. An einer dieser Wände wurde vor Jahren ein Klettersteig eingerichtet (Ferrata Grupo Alpini am Corno Medale), und diesen wollten wir austesten.

Morgenlicher Blick vom Medale hinüber zu den Bergen des Resegone

Der Anmarsch ist ein wenig kompliziert und schlecht angeschrieben, gefunden haben wir ihn letztlich dochz. dank des wolkenverhangenen Himmels war es auch relativ kühl. Im Gegensatz zur Ferrata am Pizzo d’Erna war diese Route mit keinerlei Leitern durchsetzt, sondern ein wirklich prima Klettersteig mit zahlreichen Kletterpartien und ausgesetzten Stellen. Ein wirklich schöner Steig von ca. 2,5 Stunden!

Mitten im Klettersteig

Lecco liegt schon etwas tiefer…

Der Abstieg in die Stadt über einen Pfad dauert aber auch nochmals fast 2 Stunden und ist nicht ungefährlich.

Ferrata am Pizzo d’Erna

Dem schlechten Wetter in Vorarlberg ausweichend fuhren wir kurzentschlossen in den Süden – nach Lecco in der Nähe des Como See. Die Stadt ist zwar nicht gerade ein Hit, aber die Berge um sie herum sind ein Paradies für Klettergarten-Fans (Das ist übrigens unser Klettersteig-Ratgeber…).

Am Hausberg von Lecco, am Pizzo d’Erna, gibt es von der Talstation (der derzeit in Überarbeitung befindlichen Seilbahn) einen Trail, der nach rund 20min zur Ferrata Gamma al Pizzo d’Erna führt. Die Ferrata ist wirklich eine Klettersteig-Route voller Eisen – exakt 22 Leitern sind in den Fels montiert. Daneben sind aber viele Passagen zum Klettern, und manche ziemlich ausgesetzt. Ein Highlight ist die Überquerung einer 15m breiten Spalte mit Hilfe von 2 Drahtseilen.

Im Hintergrund ist Lecco zu sehen

Insgesamt sind rund 700 Höhenmeter zu machen, und das war bei mehr als 30 Grad Hitze gar nicht ohne. Die ganze Tour dauert mit Auf- und Abstieg (über die Refugio Stoppani ca. 4 Stunden). Wir hatten aber noch eine kleine Bergwanderung zu den nächst gelegenen Bergspitzen eingelegt, so dass wir erst am Nachmittag ins Wasser des Lago de Lecco eintauchen konnten.

Hinter dem Pizzo d’Erna warten die Gipfel des Resegone

Der Campingplatz war für unsere Bedürfnisse recht ok, allerdings war es auch in der Nacht extrem schwül.

Domaso am Como See