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Buch: Alpine Bergtouren Allgäu

Es wird wieder mal Zeit, einen Bergführer zu besprechen. Nach unserem Soultrip nach Sizilien mit diversen Klettereien in San Vito und Statte (in Apulien Nähe Tarent) gingen sich bis heute einzig ein paar Besuche im Klettergarten und eine Überschreitung der Löwenzähne aus. Nichtsdestotrotz, ein paar Pläne sind schon in meinem Kopf, und vielleicht greife ich auf den einen oder anderen Tourenvorschlag aus dem Führer “Alpine Bergtouren Allgäu” von Kristian Rath zurück.

Das gut 200-seitige Büchlein aus dem Hause Bruckmann widmet sich mit 45 Zielen der Region Allgäu: Gipfel in den Ammergauer Bergen und Allgäuer wie Lechtaler Alpen. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: das ist kein Kletterführer, sondern ein Guide für anspruchsvolle Bergwanderungen mit leichten Klettereien bis zum III. Grad. Das heißt aber auch, dass man bei manch’ einer Tour eine Kletterausrüstung (Seil, Klettergurt, Abseil- und Sicherungsgeräte, Schlingen, Expressen, etc.) benötigt. Kletterschuhe sind bei diesen Schwierigkeitsgraden allerdings nicht erforderlich.

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neuer Titel in unserer Sammlung: Alpine Bergtouren Allgäu

Aber nun zum Führer selbst. Wie alle Outdoor-Bücher von Bruckmann ist auch “Alpine Bergtouren Allgäu” optisch gut gegliedert und recht übersichtlich. Jede Tour enthält eine Fact-Box mit Schwierigkeitsgrad, Dauer, Höhenmeter, Entfernung, aber auch Anreise, Ausrüstungstipps und empfohlenes Kartenmaterial. Die Charakteristik der Route ist der Hauptteil jeder Tourenbeschreibung, inklusive zahlreicher Farbfotos, die etwas vom Ambiente der Tour vermitteln. Eine Skizze gewährt auch den eher visuell-veranlagten Planern einen Überblick über den Tagesausflug. Je nach Tour können sich auch Topos in die Beschreibungen einnisten. Das ist aber eher selten der Fall.

Mir hat das Buch auf Anhieb gefallen, auch wenn ich noch keine Tour mit Hilfe dieses Buches gegangen bin. Zahlreiche Gipfel (u.a. den Biberkopf, Zimba, Zitterklapfen, Braunarlspitze) kenne ich schon von früher und habe meine Erinnerung mit der Tourenbeschreibung in diesem Buch verglichen: dieser “interne” Test ist für mich sehr gut ausgefallen. Noch mehr als die schöne und funktionelle Aufmachung gefällt mir aber, dass ich wieder ein paar gute Ideen für einen Nachmittagsausflug in unserem Hinterland bekommen habe. Auch wenn es nicht die höchsten Berge sind, im Fels herumkraxeln lässt es sich im Allgäu allemal!

Bibliographische Angaben:

Kristian Rath: Alpine Bergtouren Allgäu. Bruckmann Verlag, 2013

Buch-Tipps und mehr

Während die Vorbereitungen auf die ersten Wintertouren laufen und unser Trip nach Afrika immer näher kommt, und wir uns in Arbeit vertiefen, gilt es wieder eine Reihe von Empfehlungen auszusprechen, die für den einen oder anderen interessant sein könnten. Zunächst einmal Bücher: Für Berg-Literatur Freunde kann ich neben “Buried in the Sky” auch das bekannte Werk von Steve House “Jenseits des Berges” empfehlen. Ein Bericht aus der Seele eines Bergsteigerlebens.

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Steve House: Jenseits des Berges

Auch der Kommerz-Irrsinn “Weihnachten” rückt näher. Grundsätzlich gilt für uns: keine Geschenke. Ich halte das so auch im Freundes- und Verwandtenkreis. Stattdessen gibt’s einen Punsch und eine Skitour, oder gar ein Schneebiwak. Mal sehen was das Wetter hergibt. Wer für seine Aktivitäten noch das eine oder andere Ausrüstungsteil braucht, kann aber auch das eine oder andere derzeit günstiger erwerben – Daypacks, Tarps, Camp-Laternen und Schlafsack-Inlets.

Angebote weit draußen

Weit draußen Shop

Wer gerne etwas aus der Geschichte der Entdeckungsreisen liest, der kann sich auch die Fortsetzungsgeschichte in unserem Journal “Der Ruf der Wildnis” abonnieren – entweder per e-Mail oder per RSS. In diesem Blog finden sich aber auch Tipps für die Outdoorküche, unglaubliche Outdoorprojekte und sehr viele Bilder und Videos. Wer gerne mit Outdoor-Fans spricht, der kann solche auf unserer Facebook-Seite treffen. Wenn Sie nur die Beiträge dort lesen wollen, müssen Sie auch nicht auf Facebook registriert sein – die Inhalte sind öffentlich.

Und wenn das Wetter gar nichts zu läßt und wir in der Stube sprichwörtlich am Feuer sitzen, dann wird gebastelt: unsere Berggipfel-Kronkorken sind gefragt! An welchen Ihrer Gipfel erinnern Sie sich besonders gerne?

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Buchrezension: Skitouren in Südtirol

Ist das Wetter miserabel, und dazu noch die Lawinensituation heikel, tröstet man sich zuhause mit der Planung der nächsten Skitouren. Da hilft schon mal das eine oder andere Buch (Vorarlberg, Ost-Schweiz, Bregenzerwald). Eines unserer neuesten Erwerbungen ist der Titel “Skitouren in Südtirol 01: Ötztaler Alpen, Ortlergruppe, Stubaier- und Sarntaler Alpen“.

Skitouren in Südtirol

Das rund 140-seitige Büchlein liefert wertvolle Infos für die Tourenplanung in Südtirol, genauer für die Ötztaler Alpen, die Ortlergruppe, die Stubaier- sowie die Sarntaler Alpen. Insgesamt werden 60 ausgesuchte Skitouren im Detail beschrieben:

  • Dauer, Länge und Schwierigkeit (alpin wie skitechnisch)
  • Exposition
  • Anfahrt, Ausgangspunkt und Stützpunkte
  • notwendige Karten

Jede Tour wird ausführlich beschrieben und mit einem Farbfoto (inkl. Routenverlauf) illustriert. Es ist sehr übersichtlich aufgebaut und enthält auch Kontakt-Infos zu diversen Hütten. Insgesamt ein empfehlenswerter Band, der auch im Rucksack nicht allzu groß ausfällt.

Literatur zum Lauftraining

Auch das braucht es – Literatur für die Fortbewegung. Beate und ich haben uns schon einige Fachtitel angesehen, die wir als Ratgeber für die Gestaltung unserer Trainingseinheiten nützen würden, aber viele waren einfach zu unübersichtlich und in der Praxis zu komplex bzw. keine Hilfe. Laufsport ist für uns so etwas wie der Mittel zum Zweck – Fitness für lange Skitouren und längere Alpintouren aufzubauen. Umso mehr interessiert uns der Bereich des Ausdauersports, und da kommt der Marathon ins Spiel. Auch wenn wir kaum Wettbewerbe laufen, so ist diese Streckenlänge ein Gradmesser unserer Fitness.

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Das große Buch vom Marathon

Ein sehr schöner Titel, den ich mit Nachdruck weiterempfehlen kann, ist Das große Buch vom Marathon.Mit diesem Fachbuch hat man sämtliche Info, die für ein systematisches Training für den Laufsport notwendig sind:

  • Grundlegendes zum Laufsport im Fitnessbereich
  • Laufstil
  • Ernährung
  • Gesundheit und Verletzungen
  • Trainingsanleitungen und ausführliche Trainingstabellen
  • Fallbeispiele
  • Tipps und Tricks für spezifische Wettbewerbe

Für mich habe ich sehr viele Ideen aufnehmen können. Gut finde ich auch die Trainingstabellen, die auch eine Rolle bei der Motivation im Training spielen können. Wir können es nur weiterempfehlen!

Die finalen Längen an den Dentelles

Nun neigte sich unsere Woche in der Provence endgültig dem Ende zu. Nach einem Radvormittag in der Camargue, einer Stadtbesichtigung in Nimes und ein Betrachten des weltberühmten Aquädukts Pont du Gard (der Parkplatz mit Eintritt wäre mit 15 Euro recht heftig ausgefallen), wollten wir uns vor der längeren Rückreise noch ein paar Seillängen gönnen.

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Beate in der Dämmerung

Dank unserem Kletterführer “France Haute Provence” vom Rockfax Verlag (das Buch ist gleich aufgebaut wie der hier beschriebene Kletterführer “France – Cote d’Azur) fanden wir den Weg zum Klettergebiet recht rasch. Das Buch ist fantastisch und übersichtlich aufgebaut und bietet wieder einmal mehr eine schöne Auswahl an tollen Klettergebieten für alle, die über kein lokales Insider-Wissen verfügen.

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Der tolle Kletterführer von Rockfax

Die Dentelles de Montmirail (Nähe Gigondas, unweit von Orange im südlichen Rhone-Tal) sind ein beliebtes Gebiet, welches aus mehreren Klettersektion besteht. Single-Pitch-Routen oder Mehrseillängen sind möglich, fast alle Routen sind sehr gut abgesichert. Ein 70m-Seil ist in manchen Längen notwendig, wir kamen aber mit unserem 60m-Einfachseil auch überall hin.

Wir wurden erst um halb sechs abends am Rocher du Grand Travers vorstellig, und trotzdem war noch recht viel los. Der kleine Parkplatz war zum Bersten voll. Wir kletterten bis es dunkel wurde (erst dann wurde es wirklich still), packten endgültig unsere Sachen und fuhren entlang der Rhone flussaufwärts über Lyon nach Hause. Es war eine großartige Woche gewesen, die wir nur allzu gerne um ein Vielfaches verlängert hätten.

Kletterführer “Cote d’Azur” von Rockfax

Für unsere Woche in der Provence war dieses Band (France: Cote D’Azur.) von Chris Craggs aus dem Rockfax Verlag eine essentielle Quelle für Ideen und Umsetzung von Kletter-Unternehmungen. Das Buch diente uns vortrefflich in En Vau und in St. Raphael.

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Gewiss gibt es ausführlichere Kletterführer für einzelne Gebiete dieser Region. Dieses Buch ist allerdings für jene gedacht, die sich einmal einen Überblick über die verschiedenen Klettermöglichkeiten der Cote d’ Azur machen wollen. Hat man sich einmal auf ein Kletterrevier fixiert, gibt es genug lokale Literatur (ist im Guide angegeben).

Der Führer überzeugt durch seine Übersichtlichkeit und die Topos. Sie sind vielleicht die besten, die ich bis dato gesehen habe. Die Wände sind fotografiert, die Routen eingezeichnet und gut identifizierbar. Sehr übersichtlich sind auch die Schwierigkeitsgrade (farblich), die Länge und die Ausgesetztheit erkennbar. Sehr praktisch fand ich auch die Gesamtübersicht der Routen in einer Liste mit Infos zum benötigten Material und worauf es ankommt.

Der Zustieg ist sehr gut beschrieben, mit separaten Karten inklusive GPS-Koordinaten und Orientierungspunkten. Die Anfahrt wird ebenfalls erklärt, für Wohnmobil-Nutzer ist aber nicht klar, ob vor Ort geparkt werden kann (auch wenn sich ein “P” auf der Karte wiederfindet, z.B. in Port Milou).

In Summe bin ich schwer begeistert von diesem Titel. Andere Kletterführer sollten sich dieses Buch mal zu Herzen nehmen und dieses als Standard für “Kletter-freundliche” Literatur betrachten. Der Titel ist in englisch verfasst.

Buchrezension: Hohe 3000er in den Alpen

Ein Buch, auf das wir in den ersten Planungsstunden immer wieder zurückgreifen, wenn wir hoch in die Alpen gehen möchten, ist Richard Goedeke’s Tourenführer “Hohe 3000er in den Alpen: Die Normalwege auf 162 Gipfel”. Die Stärke dieses Büchleins liegt in seiner guten Auswahl an Touren sowie an seiner Übersichtlichkeit. Alles, was für die Planung einer Tour notwendig ist, wird geliefert:

  • Dauer des Aufstiegs zur Hütte bzw. zum Gipfel
  • Schwierigkeitsgrad der Route
  • Alternativwege
  • notwendige Ausrüstung
  • beste Jahreszeit für die Besteigung

Hat man einmal seine Auswahl schon ein bißchen eingegrenzt, kann mit der Feinplanung begonnen werden. Dazu gehört unweigerlich die Beschreibung der Route, der Gefahren sowie Angaben zu weiterführenden Fachliteratur. Wichtig sind hier Fotos, Illustrationen und Karten, die den Routenverlauf markieren oder andeuten. Auf den Berg selbst nehmen wir das Buch nicht mit (Gewicht, die Wegbeschreibung ist zu ungenau), aber es hilft, die Detail-Informationen der entsprechenden Landkarte und weiterer Informationsquellen (z.B. vor Ort vom Wirt) besser einzuordnen.

Das Buch haben wir unter anderem für unsere Touren auf den Ortler, Piz Palü, Tödi oder den Roche Faurio zu nutzen gewußt. Sicherlich eine gute Entscheidung, dieses Büchlein in seiner Bibliothek zu haben.

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Buchttitel “Hohe 3000er in den Alpen”

Und hier noch die bibliographischen Infos: Richard Goedeke, Tourenführer Hohe 3000er in den Alpen: Die Normalwege auf 162 Gipfel”

Buchrezension: Rennradfahren in den Alpen

Zum aktuellen Anlass (unser Rennrad-Wochenende in Südtirol) noch ein kurzer Buchtipp für alle Freunde der ausgedehnten Radtouren in den Alpen: Thomas Mayr’ Rennradfahren in den Alpen Band 1 und Band 2.

Der Autor liefert in den zwei Bänden jeweils 20 Routen-Vorschläge für’s Rennradfahren in den Alpen und klappert so fast jeden interessanten Pass der West- und Ostalpen ab (wobei er mit insgesamt 40 Routen bei weitem Platz für 2 andere Bände hat…). Ein paar Klassiker aus diesen Büchlein haben wir schon absolviert (Gotthart-Nufenen-Furka, Pragelpass-Klausenpass).

Rennradfahren in den Alpen

Thomas Mayr: Rennradfahren in den Alpen

Die einzelnen Routen sind detailliert beschrieben, mit einer Übersichtskarte und einem Streckenprofil versehen und auch mit einer Fakt-Box (alle wichtigen Infos auf einen Blick) ausgestattet. Das Buch ist klein und robust genug, um es im kleinen Rucksack auf die Tour auch mitzunehmen, alternativ kann man sich die meist zwei Doppelseiten kopieren. Eine zusätzliche Landkarte brauchten wir nie.

In Summe: ein prima Planungsbuch und Ideengeber für Rennrad-Ausflüge in die Alpen!

Auf nach Armenien!

Nun sind die Tage des Trainierens und der Vorbereitungen vorbei, bald geht es auf die erste Tour zum Mount Aragat in Armenien. Der Mt. Aragat ist eigentlich ein alter Vulkan, dessen Ring auf der Südseite aufgebrochen ist und in eine lange Schlucht mündet. Der “unterbrochene” Kraterring weist vier Gipfel auf, die den Mt. Aragat ausmachen. Der höchste ist der Nordgipfel mit 4.090 m. Wenn Schnee, Sicht, Wind und Temperaturen passen, dann sollte dieser Gipfel unser Hauptziel sein. Die Vorschau für den Sonntag (Gipfeltag) schaut derzeit so aus:

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Die Vorhersage schaut recht gut aus: am Morgen (Aufstieg) klar, nicht allzu kalt (Temperatur auf 4.090 m), der Wind wird aber stärker. Die unterste Zeile gibt die Seehöhe an, auf der 0° C herrscht.

Armenien selbst ist eine recht junge Republik, die nach dem Zerfall der Sowjetunion in einen langen Krieg mit dem Nachbarstaat Aserbaidschan verwickelt war. Der Konflikt schwelt trotz Waffenstillstand weiter und ist weit von einer Lösung entfernt. Auch mit dem westlichen Nachbarstaat, der Türkei, sind die Beziehungen aufgrund der dramatischen Ereignisse in den 1910er Jahren seit Jahrzehnten frostig. Die südlichen Nachbarstaaten verhalten sich neutral, einzig mit Georgien im Norden bestehen “normale” Beziehungen. Diese internationale Isolierung macht das Land von Rußland abhängig, welches geo-politische Unterstützung gewährt. Durch die Neuordnung im Nahen Osten versucht Armenien sich aber auch hier aus dem Griff Rußlands zu lösen und den Westen als möglichen politischen und wirtschaftlichen Partner zu gewinnen.

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Das Kloster Chorvirap, Foto: Andrew Behesnilian

Armenien ist vor allem für seine alte christliche Kultur und Klosterarchitektur bekannt. Gesprochen wird Armenisch, wenn auch Russisch allgemein verwendet wird; Englisch ist im Vormarsch. Wie immer verlassen wir uns auf unsere Lonely Planet Reiseführer, diesmal ist es die Ausgabe “Georgia, Armenia & Azerbaijan“. Das Buch ist im handlichen Taschenbuch-Format und ist recht widerstandsfähig (vor allem gegen Gewalteinwirkung mancher weiblicher Leser…). Wichtigste Infos wie öffentlicher Verkehr, Unterkunft und Lage von Haltestellen, Geschäften und Banken bieten uns die notwendige Basis, auch so kurze und knapp bemessene Reisen individuell zu organisieren und zu absolvieren.

Kartenmaterial zu Armenien ist leider wenig vorhanden, abseits der sehr groben Verkehrskarten. Eine Alternative für’s Wandern sind ältere sowjetische Militärkarten, die ich für unseren Mt. Aragats-Trip in Photoshop adaptiert habe. Mehr dazu in einem separaten Artikel.

Lonely Planet: Central Asia

Diese Kolumne ist auf super-gsi.net ja fast schon eine Ankündigung – stets im Vorspann einer Reise stellen wir ein paar Facts unserer Gastländer vor, und damit auch die entsprechende Reiseliteratur, die wir verwenden. Seit Jahren nützen wir die Lonely Planet Reiseführer für unsere globalen Unternehmungen, und auch wenn manches nicht vollständig, oder noch seltener nicht aktuell ist, so sind wir stets mit den Büchern gut gefahren. Und das wollen wir auch diesmal beibehalten, wenn es nach Zentralasien geht. Mehr zur Reise in späteren Posts.

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Der Reiseguide von Lonely Planet ist wie immer übersichtlich und strukturiert, bietet recht viele Karten und Stadtpläne, Routenvorschläge, Tipps & Tricks im Umgang mit Behörden, im öffentlichen Verkehr oder bei der Kommunikation, und ist sonst auch ein feines Büchlein (einige Fotos, und rund 500 Seiten, die man während langer Wartezeiten zum x-ten Mal durchlesen kann).

Fünf Länder werden in diesem Band “bereist”: Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Tajikistan und Turkmenistan. Diese Region ist eingebettet zwischen Russland (Norden), China (Osten), Kaspisches Meer (Westen) und Iran-Afghanistan (Süden). Dementsprechend bunt ist die Kultur, die ethnische Komposition, die Sprachen, die Währungen und die Rechtsauffassungen. Wie immer brauchbar sind die Hinweise, wie man mit den Öffis von A nach B kommt. Das dem Busfahrer aber auf Russisch zu erklären, da wird uns auch Lonely Planet nicht helfen. Trotzdem: eine Empfehlung für alle, die sich in diese Gegend als Reisende wagen.

Bibliographische Hinweise:
Central Asia: Kazakhstan, Tajikistan, Uzbekistan, Kyrgyzstan, Turkmenistan (Lonely Planet Central Asia)

SAC Hochtouren Berner Alpen

Es ist das Buch, das wir auf unserer Woche in den Berner Alpen dabei hatten – der SAC Führer “Hochtouren Berner Alpen: Vom Sanetschpass zur Grimsel“. Das kompakte, gut verarbeitete Taschenbuch war unser Nummer 1 Ratgeber in Sachen Planung und Wahl der Routen (Mönch, Jungfrau, Großes Fiescherhorn und Finsteraarhorn) und eine große Hilfe bei der Orientierung.

SAC Hochtouren Berner Alpen

Ich habe an diesem Buch viel Freude gehabt und werde es in Zukunft weiterhin haben:

  • kompakt: es passt in die Kopftasche des Hochtourenrucksacks
  • gut gegliedert, man findet sich schnell zurecht
  • gutes Fotomaterial, dass die Berge und die Routen aus verschiedenen Perspektiven zeigt
  • hin und wieder finden sich auch Topos
  • gute Wegbeschreibungen und realistische Einstufung der Schwierigkeitsgrade

In Kombination mit einer 1:50 000 Karte (“Jungfrau” z.B.) ist man bestens für Hochtouren im Berner Oberland gerüstet. Sehr empfehlenswert!

Weiterer Titel aus der SAC-Reihe: Skitouren Graubünden Süd

Softride Bike: Erste Ausfahrt auf dem Triathlon-Rad

Nach drei Tagen auf Achse (Zürich, Wien) konnte ich endlich das “neue” Triathlon-Rad austesten. Einst aus den USA von Kumpel Klaus nach Europa gebracht, und nun von mir aus Wien mit dem Zug nach Dornbirn gelotst – das Softride Triathlon Rad. Die Firma gibt’s mittlerweile nicht mehr, aber das Rad ist bestens in Schuss, wie wir uns bei einer regnerischen Ausfahrt überzeugen konnten.

Softride Bike

Trotz Regen – super gsi!

Für mich waren viele Dinge neu, die ich auf meinem Mountainbike überhaupt nicht kenne:

  • das für den Triathlon typische Lenkrad mit Unterarm-Aufsatz
  • Schaltung weit vorne über dem Vorderrad
  • Klick-Pedale (ja, mein MTB fahre ich unten ohne!)
  • das Dämpfungssystem von Softride – von Stößen keine Spur
  • und endlich mal rollen ohne Widerstand!

Ab heute gibt’s bei unseren Sport-Stats eine neue Kategorie: neben Mountainbiking auch Cycling!

Lonely Planet Marokko

Der englische Titel des Bandes heißt exakter “Lonely Planet Morocco” und war unser informativer Begleiter bei dieser Tour durch das Land am Atlas. Die 2009 erschienene Ausgabe hat wieder zahlreiche “Features” zu bieten – rund 500 Seiten dicht bepackter Information, knapp 100 Karten, und eine Menge an Farbfotos, die Lust auf mehr machen.

Lonely Planet Marokko

Buchcover Lonely Planet Marokko

Wie fast immer bilden die Reisevorschläge (Trips von mehreren Tagen bis zu mehreren Wochen) das Rückgrat eines LP Bandes. Wir hatten aber schon unsere Ideen (Skitouren) wo anders ausgebrütet, mussten uns eigentlich nur auf die Informationen zu den Königsstädten und den Verkehrsverbindungen konzentrieren. Die Informationen stimmten im Wesentlichen mit der Realität überein, haderten wir dennoch ein wenig mit den Angaben zur Gepäcksaufbewahrung, da wir oft die exklusive CTM-Buslinie fuhren, welche eigene Bus-Terminals nutzt. Auch der CTM-Fahrplan war nicht akkurat, aber das läßt sich vor Ort leicht erfragen.

Zum Thema Skitouren steht im Reiseführer Marokko überhaupt nichts drin. Ein paar Infos finden sich zum Nationalpark Toubkal, zum Aufstieg zur Refuge, und sehr dünne Routenbeschreibungen für Trekker.

Weiters inkludiert ist ein Kurzlexikon (Arabisch, Französisch, Berber), Informationen zu Trekking im Atlas sowie eine – ein wenig dünn ausgefallene – Sektion zu West-Sahara. Insgesamt aber ein gut recherchiertes Buch, wobei man hier besonders auf den Kauf der letzt-erschienen Auflage achten sollte. In Marokko ist vieles im Fluß.

Bibliographische Informationen finden sich hier: Lonely Planet Reiseführer Marokko

Buchrezension: Lonely Planet Bangladesh

Lonely Planet Bangladesh

Über ein Land wie Bangladesh gibt es auch in unserer Zeit nicht allzu viele verlässliche, aktuelle und vor allem für Rucksack-Reisende wie uns Infos. Da wir unsere Bengladesh-Reise auf eigene Faust geplant und organisert haben, waren besonders die Einreisebestimmungen, der öffentliche Verkehr im Land (Stichwort “Rocket”!), diverse Permits für “besondere Regionen”, und natürlich Unterkünfte, die weder im Web noch sonst wo zu finden sind. Und das bringt uns zu Lonely Planet, weil hier eben die Infos fanden. Wie kommen wir von Shilong (Indien) nach Sylhet? Wo bekommen wir das Permit für die Hill Tracts? Und wie befahren wir die Sundarbars?

Das Buch bietet hier Hilfestellung, auch wenn die genauen Daten (Abfahrt, Verkehrsmittel, etc.) nur bedingt aktuell sein können. Dienste in Bangladesh können täglich eingestellt, anders angeboten, oder schlicht wie gewohnt weitergeführt werden. Für die Planung (wenn ein enges Zeitkorsett vorherrscht) ist das lästig, wenn nicht unbrauchbar. Dann muss ich mich der wenigen Internetquellen bedienen, die Auskunft geben können. Aber auch diese sind typisch Bangladesh selten brauchbar. Mit dem Lonely Planet Führer habe ich für eine Webrecherche die wichtigen “Begriffe”, und kann auch über soziale Netzwerke Auskünfte einholen, die ich auf keiner gewöhnlichen Webseite bekommen kann. Überhaupt scheint mir, dass soziale Netzwerke die ideale Reise-Informationsplattform darstellen, wenn ich spezifische Fragen habe und Hilfestellung benötige. Das ist wie in den Straßen von Dhaka – fragt man jemand, dann wird einem bestimmt weiter geholfen. Öffentliche Servicestellen brauchen dagegen oft lange, sind bürokratisch und bieten den typischen 08/15-Infokram (ok, das ist übertrieben, aber leider oft der Fall). Die 15 Euro für das Buch sind definitiv gut investiert, um die Basis für eine weiterführende Recherche zu schaffen.

Bibliographische Angaben finden sich hier: Lonely Planet Bangladesh

Trailrun zum Schneiderkopf

Tja, es wird wieder wärmer, der Schnee schmilzt dahin, und trotzdem sind die Gipfel über 1.500 Hm nicht bewanderbar. Was bleibt ist die Bewegung im Tal, und da ist Trailrunning das Richtige. Heute (siehe gestern) ging es von Kennelbach entlang der Bregenzer Ach flußaufwärts zum Campingplatz Doren, also entlang der alten Wälderbähnle-Trasse. Ein schöner Weg, der viel von einem richtigen Trail hat – kleine Brücken, große Felsen, viele Pfützen und dann noch den einen oder anderen dunklen Stollen. Für Räder ist der Weg allerdings kaum zu empfehlen, zu oft müßte man absteigen, mühevoll über umgefallene Baumstämme das Vehikel schupfen. Aber machbar ist das schon…

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Entlang der alten Bahntrasse

Am Campingplatz Doren kann man die Ach über eine schöne Hängebrücke queren und am anderen Ufer nach Mereute hinauf laufen. Dort trifft man auf die Bucher Straße, und auf das eine oder andere Feuerwehr-Fest.

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Die Hängebrücke bei Bozenau, Doren

Vom Kirchplatz in Buch geht’s dann über Wanderwege hinauf zum Schneiderkopf (971 m), manchmal ist der “Gipfel” auch als Schneiderspitze angegeben. Das Gipfelkreuz liegt ein wenig abseits vom Wanderweg, und man hat nicht das Gefühl, irgendwo “oben” zu stehen. Statt dessen liefen wir auf der anderen Seite gleich wieder nach unten, Richtung Siegerhalden und Ippach. Hier geht ein weiterer schöner Trail weiter, die alte Bucher Straße, die gegen Ende zum Sportplatz Wolfurt an der Ach führt. Von dort einfach wieder über die Achbrücke nach Kennelbach.

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Bei Ippach

Wiederum eine schöne Runde, die sich aber doch zieht: knapp mehr als 21km, und rund 600 Höhenmetern.

Lonely Planet Reiseführer Indien

Im November dieses Jahres soll es wieder nach Asien gehen – nach den Philippinen & Hong Kong, Borneo-MalaysienSingapur und dem Oman – eine weitere Reise in den östlichen Kontintent. Das Ziel heißt diesmal unter anderem Assam, indischer Bundesstaat im Osten des riesigen Landes.

Als primäre Informationsquelle für unsere Reiseplanung aber auch für Vor-Ort Info dient uns wieder einmal ein Lonely Planet Führer. Der LP Indien ist aufgrund der Größe des Landes ein beachtlicher Schmöker von mehreren hundert Seiten und hat auch ein entsprechendes Gewicht, weshalb wir das Buch wohl nicht ins Reisegepäck stopfen werden. Stattdessen werden wir die wichtigsten Einzelinformationen herauskopieren.

Wie alle Lonely Planet Bücher besticht zunächst die klare Gliederung. Für die Reiseplanung ist es für mich aber stets wichtig zu wissen, welche Verkehrsverbindungen es zwischen Städten gibt und wie lange die Reise zwischen zwei Orten ungefähr dauert. Bei einer zeitlich eng begrenzten Reise (Wann ist das nicht der Fall, außer man hat sich einfach mal für ein Jahr in die Welt verabschiedet?) ist das für ein optimales “Bewegen” sehr wichtig. Dabei versuchen wir stets verschiedenste Verkehrsmittel zu benutzen und auch die eine oder andere Nacht “einzusparen”.

Lonely Planet Bücher dienen aber auch als guter Ausgangspunkt für eine Webrecherche: egal ob ich nach einem Transportunternehmen suche (um aktuelle Fahrzeiten zu bekommen), nach zusätzlichen Informationen zu einem Nationalpark oder zur Bildersuche, Lonely Planet liefert mir die entscheidenden Schlüsselbegriffe dafür.

Da ich schon mal im Jahr 1997 Indien (damals im Nordwesten und Dehli) besucht und eine ältere LP Ausgabe in den Händen gehalten habe, war die Entscheidung zum Kauf dieses Buches eine leichte. Für Individualreisende wie uns sind diese Bücher viel wert.

Bibliographische Angaben:
Lonely Planet Reiseführer Indien

Mountainbike Trails – Buchrezension

Ein Buch, dass wir für die Planung unserer Routen in den französischen Alpen verwendet haben und so klasse Touren wie die 90km Runde auf den Col du Galibier oder um die Festungen um Briancon absolvieren konnten, muss etwas wert sein: eine Empfehlung.

voll von Infos

Mountainbike Trials ist ein dickes Taschenbuch mit Karten, Tipps, Statistiken und Bildern für die klassischen und weniger klassischen MTB-Routen in den Ost- und Westalpen. Das Lesen der Routen ist nicht immer ganz einfach (zumindest ist das Sich-Zurecht-Finden auf der Karte etwas gewöhnungsbedürftig), aber liefert eine gute Vorstellung davon, was einem erwartet.

Was uns gut gefallen hat, war das große Angebot und die entsprechende Dichte auch für Nicht-Alpencross-Fahrten, sondern eben für Tagestouren. Was natürlich Voraussetzung für diese Art des Fahrens ist, aber nie von einem Band geliefert werden kann: das entsprechende Kartenmaterial. In Frankreich bekommt man 1:50.000, 1:25.000 und 1:60.000 in jedem halbwegs großen Sportgeschäft. Man sollte aber vielleicht schon an eine Planung zuhause denken, dann ist eine Kartenbeschaffung über das Web interessant. Wir nutzten dies um diverse Aktivitäten (MTB, Klettersteige, Hochtouren, Trailrunning) sowie Stellplätze vorab einzutragen und eine interessante Gesamtrunde für unsere Frankreich-Woche zu gestalten.

Wer sich für dieses Buch interessiert, der findet hier die entsprechende Info für den Bezug: Mountainbike Trails: Auf alten Militärstraßen um die höchsten Berge der Alpen

Buchrezension: Kletterführer Vorarlberg

Mit diesem Kletterführer bekommt jeder Kletterfreund eine schöne Übersicht über verfügbare Klettergärten und alpine Ziele im Rheintal, Bregenzer Wald, Lechquellengebirge, Rätikon Nord, Verwall und in der Silvretta.

Das Buch ist gut gebunden und weist außen eine Schutzhülle aus Plastik aus. Dank des Taschenformats kann der Führer locker überall mitgenommen werden.

Die einzelnen Klettergärten sind sehr gut beschrieben, mit einer Topo inklusive aller Routen (Namen und Schwierigkeitsgrade). Fotos sind meist dabei, auch Beschreibungen zur Anfahrt, Parkmöglichkeiten, Übernachtung und Zustieg. Bei alpinen Touren sind die Seillängen und die jeweiligen Schwierigkeitsgrade angegeben.

Ein schönes, praktisches und empfehlenswertes Büchlein.

Bibliographische Daten und weitere Infos hier:
Kletterführer Vorarlberg

Buchrezension: Bergwanderungen in Vorarlberg

Dieses Buch ist so etwas wie das Komplementär zum Skitourenführer Vorarlberg: von Rudolf Mayerhofer zusammengestellt, enthält es über 250 Wandervorschläge. Eine schöne Route, die wir im Jahr 2008 mit Hilfe dieses Buches geplant haben, war unser Bike-Trek zum Hohen Ifen.

Sämtliche Regionen in Vorarlberg sind mit ein paar oder mehr Routen beschrieben. Eine Beschreibung enthält wieder die notwendigen Daten für eine gute Planung: Kartenausschnitt mit Tourführung, Aufstieg- und Abstiegzeiten, Ausgangspunkt, Höhenunterschied und max. Seehöhe, Einkehrmöglichkeiten und das erforderliche ÖK-Blatt.

Neben diesen Standardinformationen und einer meist länger ausfallenden Gesamtcharakteristik der Tour bieten die Tourenbeschreibungen auch Informationen für Mountainbiker. Eine Wegangabe wird ebenfalls mitgeliefert, meist mit Tipps zur Erweiterung einer Wanderung oder wichtigen Hinweisen zur Orientierung oder Sicherheit.

Bibliographische Daten und weitere Infos hier:
Die schönsten Bergwanderungen in Vorarlberg: Über 250 attraktive Tourenvorschläge