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Bogenschießen: Nationalsport in Bhutan

Wenn es so etwas wie einen Nationalsport gibt, dann ist es in Bhutan gewiss das Bogenschießen. Mit diesem schönen Sport haben wir erst wenige Mal zu tun gehabt – bei unseren Adventure Races in Garmisch-Partenkirchen und Jena. Der Bogensport hat in Bhutan eine jahrhundertlange Tradition und ist wohl die einzige olympische Disziplin, in der auch die Bhutanesen mitmischen können, und zwar ordentlich.

Die Tradition des Bogenschießens ist nicht nur eine militärische oder eine aus der Jagd heraus, sondern vor allem eine kulturell-zeremonielle Angelegenheit. Beim traditionellen Jahreswechsel wetteifern Dörfer im Bogenschießen um den Sieg, jeder Treffer aus 120 m (!) wird mit einem kleinen Tanz bejubelt. Ein Wettkampf wird so geschossen, dass beide Parteien sich gegenüber stehen, und mitten drin die jeweilige Tafel. Unvorstellbar, aber mit einer Kühnheit eines Wilhelm Tell stehen die ein-zwei Meter neben der Tafel, während die Pfeile ins Ziel heranrauschen.

Mir hat das Bogenschießen während unserer Adventure Races sehr gut gefallen, und weil wir nur auf 15 Meter Distanz geschossen haben, würde ich gerne mal ein weiter entferntes Ziel anvisieren. Ob wir in Bhutan dazu Gelegenheit bekommen, weiß ich nicht. Witzig wäre es, auch wenn wir uns vollends blamieren würden. Aber so eine prima Tracht würde ich dabei ganz sicher tragen! Mehr dazu auch im LP Bhutan.