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Review: Spinner Leash von Black Diamond

Vor rund zwei Wochen habe ich hier im Blog die Viper Eisgeräte von Black Diamond vorgestellt. Was ich mir aber nach einem Tipp von meinem Coach besorgt habe, war eine flexible Leash für beide Tools.

Spinner Leash

Spinner Leash von BD

Der Vorteil der Spinner Leash von Black Diamond liegt in ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeit. Zum einen verhindert sie den Verlust der Eisgeräte, sollten sie mal auskommen. Aber sie sind auch äußert praktisch, wenn ich eine Zwischensicherung per Eisschraube eindrehen muss und die Eisschraube will aus welchen Grund auch immer nicht rein. Dann brauche ich ausnahmsweise beide Hände und hänge ich mich in die volle Länge der Leash. So bin ich temporär recht brauchbar gesichert. Allerdings braucht man schon eine Portion Vertrauen in die Qualität des oberhalb angebrachten Eisgeräts. Durch den Druck auf die Leash wird das Eisgerät jedoch noch fester in das Eis gedrückt. In die Leash “hineinfallen” ist allerdings verboten – also entweder die Leash gleich ganz belasten oder sich ordentlich am Eisgerät halten.

Die Tools können während des Kletters auch ohne Probleme getauscht oder in alle Richtungen gebracht werden: die Leash hat in der Mitte am Anseilpunkt einen 360° Drehkopf.

Am Anfang ist die Leash etwas gewöhnungsbedürftig weil lang. Ich möchte sie allerdings gerade beim Eisklettern oder alpinen Touren nicht missen!

Review: Viper Eisgerät

Nach meinen beiden Eisklettertagen im Weisstannental (hier und hier) habe ich nun auch die Gelegenheit, über das Hauptwerkzeug meiner Eisklettertätigkeit zu schreiben: die Viper Eisgeräte von Black Diamond. Ich wollte ein Eisgerät mein Eigen nennen, welches sehr vielseitig ist und auch meine persönliche Entwicklung vom ambitionierten Anfänger zu einem (hoffentlich) einigermaßen versierten Eiskletterer mitmacht. Ich brauchte also kein absolutes Profigerät, aber eines, auf das ich mich im Eis wie auch im Mixed-Gelände verlassen kann. Und das ist das Viper Eisgerät.

viper-eisgeraet

Die Viper im Einsatz

Der Schaft der Viper ist aus Aluminium, die Haue aus rostfreiem Stahl. Das Design der Axt ist ausgewogen ausbalanciert, das spürt man bei jedem Schlag. Die Griffe sind sehr angenehm und ich konnte auch in Fäustlingen gut mit den Steileisgeräten arbeiten. Die Haue sind auswechselbar, das Werkzeug wird mitgeliefert. Zum Schutz der Hände vor Eiskontakt bietet die Viper ober- wie unterhalb des Griffes eine leichte Abdeckung (‘Fang’ & ‘Strike’). Die Geräte können entweder mit dem Hammer oder der Schaufel am Kopf genutzt werden.

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Mit Schaufel oder Hammer am Kopf

Bis jetzt bin ich mit der Viper sehr zufrieden. Mal schauen, wie es nach einem Jahr ausschaut!

Review: Icon Stirnlampe von Black Diamond

Meine alte Stirnlampe von Primus funktioniert noch immer tadellos, allerdings ist die Leuchtweite nicht besonders. Das ist zwar beim Wandern nicht dramatisch, aber bei nächtlichen Skitouren oder Bikeausflügen doch hinderlich: die Umgebung ist schon vorbei, wenn man sie im Lichtkegel sieht. Also habe ich mir für diesen speziellen Zweck eine zweite, lichtstärkere Stirnlampe zugelegt: Icon von Black Diamond.

Die Icon von BD ist deren lichtstärkstes Modell, d.h. ich habe einen Leuchtbereich bis 80 Meter (oder 3 Watt LED), die mit 3 AAA Batterien versorgt werden. Alternativ kann man von Black Diamond auch einen Akku beziehen und diesen am Stecker aufladen. Sie hat zwei Leuchtstufen: Fernlicht und Nahlicht. Finde ich fein, denn bei Lampen mit vielen Funktionen muss man sich oft länger durchklicken, bis man den richtigen “Scheinwerfer” an hat. Der Leuchtkopf ist schwenkbar, der Ein-Aus-Knopf unten. Mit 188 Gramm Gewicht liegt die Black Diamond Icon Stirnlampe irgendwo im Mittelfeld, fällt mir zumindest auf dem Helm nicht auf.

Die ersten Nachtfahrten hat die Icon gut überstanden und mir ein noch nie dagewesenes Lichtumfeld geschaffen. Mal schauen, wie sie sich in den nächsten hundert Betriebsstunden schlägt.

Drop Zone: Crashpad von Black Diamond

Eines der wenigen Dinge, die beim Bouldern essentiell sind (außer man kraxelt über Wasser), ist ein weicher, halbwegs ebener Boden. Denn Stürze oder kontrollierte Absprünge sind vorprogrammiert, manchmal von gar nicht so kleiner Höhe. Und da hat man es gern, wenn man keinen Felsen, dornigen Büschen oder tiefen Löchern ausweichen muss. Für diesen Fall gibt es Crashpads, faltbare Matten, die den Fall abfedern und unsere Sprunggelenke und sonstiges schonen.

dropzone-crashpad

Drop Zone Crashpad von Black Diamond

Mit dem Drop Zone – Modell von Black Diamond ist mir bestens geholfen:

Zuhause ist es einfach im Keller verstaut. Die Träger sind komfortabel (inkl. Bauchgurt), auch wenn nicht großzügig gepolstert. Die Matte ist recht dick, es liegt sich in der Pause auch sehr fein darauf. Da die Matte ja in der Mitte gefaltet wird (Taco-Style), gibt es hier auch keine Schwachstelle. Ist die Matte einmal verschlossen, kann man von oben weitere Ausrüstung sicher “hineinstopfen”.

Unterarmtrainer von Black Diamond

Dieses äußerst einfache, aber so wirksame Trainingsgerät ist heute Gegenstand einer kurzen Produktbegutachtung. Der Black Diamond Finger- und Unterarmtrainer ist ein einfacher Donut aus Gummi. Die Größe ist optimal für die Hand, die Härte für meine Hände gerade richtig – nicht zu weich, nicht zu hart.

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Der Fingertrainer von Black Diamond

Dieses Trainingsgerät ist um ein paar Euro im Handel zu bekommen. Ich nutze es weniger, um meine Unterarme zu trainieren (hin und wieder als Alternative zu den selten ausgeführten Handgelenk-Curls), sondern eher zum Aufwärmen vor dem Bouldern. Die Finger und die Handgelenke werden durch das Kneten auf die kommenden Belastungen vorbereitet und gestärkt, und schon kann’s in die ersten leichten Boulder gehen. Den Donut habe ich stets im Crash Pad … für mich funktioniert das gut!

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Trainingsgerät auch etwas für Kletterer ist, welche Probleme mit Bändern, Sehnen und Muskeln der Hände und Unterarme haben – als Teil einer Reha.

Magnetron-Karabiner: evolutionärer Schritt vorwärts

Vor rund zwei Wochen habe ich mich auf der Outdoormesse 2011 in Friedrichshafen umgesehen und vor allem ein neues, fantastisches Produkt für uns Kletterer und Alpinisten entdecken können: der Magnetron Karabiner von Black Diamond.

Dieser neue Karabiner-Typ ermöglicht eine äußerst einfache Handhabung eines Auto-Locking Karabiners. Normale Karabiner dieses Typs haben eine Art von Dreh-/Ziehmechanismus oder einen Druckpunkt, um “sicher” verschlossen zu sein. “Sicher” heißt hier, dass das Seil nicht in der Lage ist, durch Bewegungen, Reibung etc den üblichen Schraubverschluss langsam zu öffnen. Den sichersten Karabiner dieses Typs habe ich bis dato als einen Ball-Lock Karabiner in Verwendung, den ich beim Sichern oder bei Hochtouren im Anseilring verwende. Mit Handschuhen ist das dann aber auch nicht immer so super schnell zu öffnen… und gerade das sollte sich mit dem Magnetron von Black Diamond ändern.

Das geniale Prinzip basiert auf zwei sich abstoßtenden Magneten, die parallel zueinander verlaufen. Schnappen sie aber über den Schließmechanismus aus Stahl, dann ziehen sie sich automatisch an dieses heran. Man kann diesen Mechanismus mit einer Hand von beiden Seiten gut bedienen. Leider kommt der Magnetron erst im Juli 2012 auf den Markt, warten ist also angesagt. Wer sich schon mal das revolutionäre Konzept genauer anschauen will, hier ein erstes Video:

Magnetron Technology: The reinvention of the auto-locking carabiner, coming July 2012 from Black Diamond Equipment on Vimeo.

Prime Ski Boots von Black Diamond

Die Skitourensaison ist bald vorüber, also Zeit für eine Review auf meinen ersten Winter in den Prime Ski Boots von Black Diamond. Eigentlich hatte ich einen neuen Tourenskischuhe wegen meiner neuen Skitourenbindung (Dynafit) gesucht, und lange in diversen Geschäften herum probiert, bis ich eines Tages in den Prime von Black Diamond geschlüpft bin.

Aufgrund meines eher breiten Fußbettes kamen viele andere Skitourenschuhe nicht in Frage. Dieser Skischuh fühlte sich allerdings sehr angenehm und geräumig an und machte in Sachen Verarbeitung und Funktionalität einen feinen Eindruck.

Prime Ski boot von Black Diamond

Prime Ski boot von Black Diamond

Was einem sofort (positiv) auffällt:

  • relativ leicht (1,64 kg pro Schuh)
  • sehr beweglich im Knöchelbereich in alle Richtungen
  • feiner Verschlussmechanismus des Innenschuhs
  • einfaches Ein- und Ausziehen
  • guter Halt für die Abfahrt

Nach den ersten (kurzen) Skitouren war ich sehr zufrieden, auch wenn es mir die eine oder andere Blase an der Ferse aufgeworfen hat. Das Problem ließ sich mit einer besseren Fixierung durch die oberste Schnalle lösen.

Bei längeren Touren allerdings merkte ich, dass meine Füße, schon breit genug, ein wenig anschwellen und dadurch gegen die Skischuhwand gepresst wurden. Die daraus resultierende Schwellung der Zehen und Zehengelenke hielt je nach Belastung ein bis mehrere Tage an. Als Gegenmaßnahme ließ ich den Schuh ein wenig vergrößern und nahm die Schuhinnensohle heraus, um mehr Platz zu schaffen. Um mit der Ferse nicht im Schuh zu schwimmen, habe ich mir dann von McDavid Neopren-Strümpfe, die nur das Sprunggelenk umfassen, besorgt. Dadurch habe ich keine Blasen an den Fersen mehr, das Tapen entfällt, die oberste Schnalle kann ich beim Aufstieg wieder ganz geöffnet lassen. Ich werde wohl aber nochmals den Zehenbereich des Schuhs vergrößern lassen müssen.

Dank seiner Flexibilität ist der Schuh auch für längere Gehstrecken gut geeignet.

Black Diamond Couloir Gurt

Im Rahmen unserer Vorbereitungen für unseren Skitouren-Trip nach Armenien und Georgien in wenigen Tagen haben wir uns, was die Ausrüstung betrifft, noch ein wenig eingedeckt. Dazu gehört der Klettergurt “Couloir” von Black Diamond. Hauptgrund für die Anschaffung war das geringe Gewicht und das minimale Packmaß. Im Gegensatz zu unserem bis dato verwendeten Modell von Petzl (sehr robust) wiegt der BD Couloir Gurt gerade mal 250 g, also gut die Hälfte. Das Beste an diesem Modell ist aber sein Packmaß: es hat Platz in einer Getränkedose!

Black Diamond Couloir Gurt

Black Diamond Couloir Gurt

Zwei Materialschlaufen und vier Steckplätze für den Ice-clipper (siehe Petzl Caritool) sowie leicht zu öffnende Beinschlaufen machen den Black Diamond Couloir Gurt zu einem idealen Begleiter auf Skitouren. Der Gurt fühlt sich sehr angenehm an und und trägt sich sehr locker.

Review Hochtouren-Ausrüstung

Auf unserer 6-Tages-Hochtour im Berner Oberland (Mönch, Jungfrau, Großes Fiescherhorn und Finsteraarhorn) habe ich das eine oder andere auch über das verwendete Material nachgedacht. Erkenntnisse, die wir auf einer nächsten Tour umsetzen wollen.

hanwag

Der Hanwag Eclipse GTX Schuh

Hier eine Zusammenfassung:

  • die Schuhe, das Um und Auf: unsere Boots (bei mir die Hanwag Eclipse GTX) haben sich in allen Lagen bewährt – beim Klettern wie in den Steigeisen
  • Steigeisen von Austria Alpin: stabil, mittel-schwer und sicher beim Klettern. Die Anti-Stol-Platte hatte allerdings ihre Mühe mit matschigem Firn und verhinderte die Stol-Bildung nicht – was nicht lustig ist bei Gletscherspaltenüberquerungen!
  • Gletscherbrille von Julbo: hervorragend!
  • Handschuhe von Injinji (Injinji Man’s Performane Handschuh) versprachen Grip und Trockenheit – leider für Hochtouren kaum geeignet: null Grip am Seil, was bei einer Spaltenbergung oder beim Abseilen schnell recht kritisch werden kann. Und wenn’s ein bißchen bläst, dann bietet der Handschuh auch kaum Schutz. Dieser Artikel bleibt das nächste Mal zuhause.
  • Gamaschen von Salewa (Makalu Modell): den Zacken des Steigeisens hilflos ausgeliefert, aber auch der Reissverschluss hinten ist fehleranfällig – zwei von vier Gamaschen haben sich an dieser Stelle verabschiedet. Fazit: völlig unbrauchbar und landeten im Mistkübel.
  • Icebreaker Unterwäsche: ein Muss auf langen Touren. Das “no stink” Motto hält, und der Komfort spricht für sich.
  • Hochtouren-Rucksack von Millet: auf allen Ebenen überzeugend, möchte ich nicht mehr missen
  • Stirnlampe Mammut Lucido TX1: weiter Lichtstrahl und guter Sichtkegel, was wichtig ist, wenn man in der Dunkelheit auf der Suche nach einer Spur ist oder einem Ausweg aus einem Gletscherspaltenwirrwarr braucht
  • Uhren von Suunto: eine absolute Empfehlung
  • Eispickel von Black Diamond: wir haben das Modell “Raven Grip” – super stabil, leicht, und haut ordentlich rein, sowohl mit der Haue wie dem Spitz; würde ich wiederkaufen