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Owens River Gorge: Back to Business im Felsklettern

Nach zwei Tagen Eisklettern oberhalb von Lee Vining geht es für mich zusammen mit Vicente weiter südlich wieder in die Nähe von Bishop. Die Owen River Gorge, ein tiefeingeschnittener, enger Canyon ist von der 395 nicht zu sehen, aber atemberaubend, wenn man an seinem Abbruch steht. Wir steigen über einen steilen Steig hinab und suchen uns einige annehmbar leichte Routen in diesem ausserordentlich umfassenden Klettergebiet.

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ein schönes Wandergebiet: der Owens River

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… mit unendlich vielen Kletterrouten

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Vicente locker im Vorstieg

In der Owens River Gorge wird seit den 90ern im Basalt geklettert und entsprechend auch Routen eingerichtet. Die Sportkletterrouten gehen bis in die höchsten Schwierigkeitsgrade. Für mich, der über ein Jahr lang nicht mehr mit Kletterfinken unterwegs war, eine besondere Herausforderung, Rost abzuwerfen und den Körper wieder langsam an Felswände zu gewöhnen. Die ersten Seillängen sind mühsam. Keine Beintechnik, kein Gleichgewicht, keine Kraft, und kein Vertrauen in sich selbst. Erst als mir schon die Unterarme brennen und die Zehen weh tun, in der letzten Länge einer Riss-Kletterei mit Überhang, da glaube ich zu erkennen, dass alte Bewegungsmuster wiederkommen. Kaum wieder am Boden, aus dem Seil ausgebunden und einen Riegel verzehrt, schaue ich in meine zerkratzten, aufgepumpten Hände und denke über meinen Trainingsplan für das Frühjahr nach. Es hat mich wieder, das Felsklettern. Danke Vicente!