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Skitouren-Ausrüstung bei sehr tiefen Temperaturen

Während unserer Ötztal-Skitouren-Woche konnte ich so nebenbei auch unsere Ausrüstung in Punkto “Tieftemperatur-Tauglichkeit” (also -20° bis -30° C) testen. Eine Rolle spielte auch der Wind, der mit Geschwindigkeiten bis zu 30km/h und selten mehr an ausgesetzten Stellen wehte.

Was sich bewährt hat:

  • Handschuhe von Mountain Equipment, Modell Fitz Roy (3 lagig) – sehr selten einen kalten Daumen gehabt.
  • Überhose von Mountain Equipment (Modell Karakorum Pant), sehr winddicht und mit den langen Reissverschlüssen auch sehr einfach zu “entfeuchten”, so dass der Taupunkt nicht an der Innenseite der Hose lag!
  • Unterwäsche aus Merinowolle
  • Primaloft-Jacke von Skinfit (Modell “Caldo Scudo”): die Jacke ist sehr warm und winddicht. Nicht unter -15° C für Skitouren verwenden, man fängt zu schwitzen an. Bei kälteren Temperaturen ideal, musste längere Passagen mit teils geöffnetem Oberteil laufen (unter der Jacke trug ich ein Merino Langarm-Shirt).
  • Beate schwört auf ihre Haglöfs “Spitz” Hardshell Jacke. In Kombination mit mehreren Schichten Merino und Softshell (Zwiebelschalenprinzip) war sie sehr glücklich damit. Bei starkem Wind die Kapuze über Wollmütze, Skibrille und Stirnlampe.
  • Dynafit Skihelm: der integrierte Ohren- und Kopfschutz schlägt alle Wollmützen. In Kombination mit einer Sturmhaube und Skibrille kann man das gesamte Gesichtsfeld schützen.

Was Optimierungspotential hat:

  • die Wärmeleistung der Skischuh-Socken-Kombination
  • die Sturmhauben, die wir bis dato haben

Tipps bei äußerst kalten Temperaturen auf Skitouren:

  • wenn die Hände eisig sind – Handwärmer-Säckchen einlegen
  • “Klo”-freundliche Bekleidung wählen – nichts ist ärger als bei -20° C und Wind im Freien alles ausziehen zu müssen
  • ein heißes Getränk in windgeschützter Position zu sich nehmen, wirkt Wunder!
  • immer bewegen wenn möglich: langsam ist besser als gar nicht

Review: Haglöfs “Spitz” Hardshell-Jacke

Ein treuer Begleiter bei allen Winter- und Bergaktivitäten von Beate ist ihre Haglöfs “Spitz” Hardshell-Jacke. Diese Spitzenjacke gibt es schon seit 2007 auf dem Markt und ist deshalb fast nur mehr in einer neueren Variation (Spitz II) zu finden und zu kaufen.

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Das “Spitz”-Modell von Haglöfs

Die Spitz-Hardshell Jacke überzeugt durch seine wasser- und winddichte Oberfläche aus 3 Lagen Gore-Tex. Die Kapuze ist nicht zu groß geschnitten (trotzdem passt der Helm gut darunter) und kann mit Kordelzug enger gezogen werden. Wichtig sind die vielen Belüftüngsmöglichkeiten, um wirklich viel Wasserdampf aus dem Inneren nach Außen zu leiten. Die Jacke ist leicht und hat ein geringes Packvolumen. Der Kragen ist mit Fleece innen ausgekleidet. Zusammen mit entsprechenden Lagen ist die Jacke auch im Wintereinsatz sehr vielfältig einsetzbar.

Review: Icon Stirnlampe von Black Diamond

Meine alte Stirnlampe von Primus funktioniert noch immer tadellos, allerdings ist die Leuchtweite nicht besonders. Das ist zwar beim Wandern nicht dramatisch, aber bei nächtlichen Skitouren oder Bikeausflügen doch hinderlich: die Umgebung ist schon vorbei, wenn man sie im Lichtkegel sieht. Also habe ich mir für diesen speziellen Zweck eine zweite, lichtstärkere Stirnlampe zugelegt: Icon von Black Diamond.

Die Icon von BD ist deren lichtstärkstes Modell, d.h. ich habe einen Leuchtbereich bis 80 Meter (oder 3 Watt LED), die mit 3 AAA Batterien versorgt werden. Alternativ kann man von Black Diamond auch einen Akku beziehen und diesen am Stecker aufladen. Sie hat zwei Leuchtstufen: Fernlicht und Nahlicht. Finde ich fein, denn bei Lampen mit vielen Funktionen muss man sich oft länger durchklicken, bis man den richtigen “Scheinwerfer” an hat. Der Leuchtkopf ist schwenkbar, der Ein-Aus-Knopf unten. Mit 188 Gramm Gewicht liegt die Black Diamond Icon Stirnlampe irgendwo im Mittelfeld, fällt mir zumindest auf dem Helm nicht auf.

Die ersten Nachtfahrten hat die Icon gut überstanden und mir ein noch nie dagewesenes Lichtumfeld geschaffen. Mal schauen, wie sie sich in den nächsten hundert Betriebsstunden schlägt.

Fair Wear Foundation

Als Outdoor-Fans haben wir auch reichlich Ausrüstung und Bekleidung angesammelt und benötigen immer wieder Ersatz. Wahrscheinlich sind wir die Traumkunden der Outdoor-Branche. Das hat aber nicht nur schöne Seiten. Neben dem Ressourcen-Verbrauch (Material, CO2 Ausstoss etc.) sind auch die Arbeitsbedingungen nicht immer die besten, besonders dann, wenn das vermeintlich Produkt eines europäischen oder nordamerikanischen Herstellers sich als “Made in Asia” erweist.
Auf meinem Blog habe ich kürzlich über SlaveryFootprint berichtet. Auf dieser Seite kann man in einem Selbsttest herausfinden, wieviele Arbeitssklaven man sich weltweit durch seine persönlichen Konsumgewohnheiten hält.

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Fair Wear Foundation

Ein anderer Zugang als Konsumverzicht, unmenschliche Arbeitsbedingungen zu minimieren, bietet die Fair Wear Foundation. Die Fair Wear Foundation hat einen Kritierienkatalog entwickelt, der unmenschliche Arbeitsbedingungen definiert. Produzenten, die sich diesen Kriterien unterwerfen und sozialrechtliche Standards auch erfüllen, werden mit dem Label der Fair Wear Foundation ausgezeichnet. Das sind mittlerweile eine nicht kleine Anzahl. Die bekannteren unter ihnen sind Schöffel, Mammut, VauDe, Deuter.

Drop Zone: Crashpad von Black Diamond

Eines der wenigen Dinge, die beim Bouldern essentiell sind (außer man kraxelt über Wasser), ist ein weicher, halbwegs ebener Boden. Denn Stürze oder kontrollierte Absprünge sind vorprogrammiert, manchmal von gar nicht so kleiner Höhe. Und da hat man es gern, wenn man keinen Felsen, dornigen Büschen oder tiefen Löchern ausweichen muss. Für diesen Fall gibt es Crashpads, faltbare Matten, die den Fall abfedern und unsere Sprunggelenke und sonstiges schonen.

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Drop Zone Crashpad von Black Diamond

Mit dem Drop Zone – Modell von Black Diamond ist mir bestens geholfen:

Zuhause ist es einfach im Keller verstaut. Die Träger sind komfortabel (inkl. Bauchgurt), auch wenn nicht großzügig gepolstert. Die Matte ist recht dick, es liegt sich in der Pause auch sehr fein darauf. Da die Matte ja in der Mitte gefaltet wird (Taco-Style), gibt es hier auch keine Schwachstelle. Ist die Matte einmal verschlossen, kann man von oben weitere Ausrüstung sicher “hineinstopfen”.

Petzl Cordex: Handschuhe für Klettersteige und Abseilen

Mit den Petzl Cordex Handschuhen habe ich letztes Jahr nach der Rückkehr von Jungfrau, Mönch und Finsteraarhorn einen guten Kauf gemacht. Seit diesen Tagen verwende ich die Handschuhe von Petzl gerne auf Klettersteigen, bei kühlen Temperaturen auf Gebirgstouren und beim Abseilen, wenn’s mal flott abwärts geht und der Griff am Prusik heißer werden könnte (z.B. gestern am Wildhuser Schafberg).

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Petzl Cordex Pro Handschuhe

Die Handschuhe haben eine doppelte Lederschicht und sind deshalb sehr widerstandsfähig. Am Handrücken sorgt das Nylongewebe für “Belüftung”, der Klettverschluss am Handgelenk für festen Sitz. Eine Öse ist für die Befestigung mit einem Karabiner am Gurt vorhanden.

Magnetron-Karabiner: evolutionärer Schritt vorwärts

Vor rund zwei Wochen habe ich mich auf der Outdoormesse 2011 in Friedrichshafen umgesehen und vor allem ein neues, fantastisches Produkt für uns Kletterer und Alpinisten entdecken können: der Magnetron Karabiner von Black Diamond.

Dieser neue Karabiner-Typ ermöglicht eine äußerst einfache Handhabung eines Auto-Locking Karabiners. Normale Karabiner dieses Typs haben eine Art von Dreh-/Ziehmechanismus oder einen Druckpunkt, um “sicher” verschlossen zu sein. “Sicher” heißt hier, dass das Seil nicht in der Lage ist, durch Bewegungen, Reibung etc den üblichen Schraubverschluss langsam zu öffnen. Den sichersten Karabiner dieses Typs habe ich bis dato als einen Ball-Lock Karabiner in Verwendung, den ich beim Sichern oder bei Hochtouren im Anseilring verwende. Mit Handschuhen ist das dann aber auch nicht immer so super schnell zu öffnen… und gerade das sollte sich mit dem Magnetron von Black Diamond ändern.

Das geniale Prinzip basiert auf zwei sich abstoßtenden Magneten, die parallel zueinander verlaufen. Schnappen sie aber über den Schließmechanismus aus Stahl, dann ziehen sie sich automatisch an dieses heran. Man kann diesen Mechanismus mit einer Hand von beiden Seiten gut bedienen. Leider kommt der Magnetron erst im Juli 2012 auf den Markt, warten ist also angesagt. Wer sich schon mal das revolutionäre Konzept genauer anschauen will, hier ein erstes Video:

Magnetron Technology: The reinvention of the auto-locking carabiner, coming July 2012 from Black Diamond Equipment on Vimeo.

HD Helmkamera Innovation Drift

Noch rechtzeitig vor unserem Trip in den Kaukasus haben wir uns eine Helmkamera besorgt, die uns endlich Aufnahmen in High Definition ermöglichen soll. Und das tut die Drift HD 170 Action Kamera, mit allerbesten Noten. Wir hatten ja schon am Peak Karakol Blut geleckt, was Videoaufnahmen betrifft. Aber da hatten wir noch mieses Bildmaterial von einer Compact Kamera…

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Drift HD 170 Helmkamera

Die HD170 Action von Drift Innovation verspricht einiges und hält alles. Zu den wichtigsten Features zählt die Möglichkeit, Video in HD Qualität (1080 px) aufzunehmen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – hier das Video vom Peak Kazbek. Weitere wichtige Eigenschaften der Kamera sind:

  • drehbare Linse um 300° (um je nach Position der Kamera waagrechte Aufnahmen machen zu können)
  • Aufnahmewinkel bei 70° mit einer Fischaugenlinse
  • wasserdichtes Gehäuse
  • SD-Karten Slot bis zu 32 Gb Aufnahmekapazität
  • Foto-Modus
  • Fernbedienung am Handgelenk (Aufnahme / Stop)
  • kleiner LCD-Monitor (um Aufnahmebereich zu kontrollieren bzw. Menü-Führung)
  • verschiedenste Fixierungsmöglichkeiten (Kopf, Helm, Lenker, …)
  • 138 g Gewicht
  • eingebautes Mikrofon
  • und vieles mehr…

Wie gesagt, wir sind sehr zufrieden mit der Kamera, die hoffentlich noch viele Male im Einsatz stehen wird…

Softride Bike: Erste Ausfahrt auf dem Triathlon-Rad

Nach drei Tagen auf Achse (Zürich, Wien) konnte ich endlich das “neue” Triathlon-Rad austesten. Einst aus den USA von Kumpel Klaus nach Europa gebracht, und nun von mir aus Wien mit dem Zug nach Dornbirn gelotst – das Softride Triathlon Rad. Die Firma gibt’s mittlerweile nicht mehr, aber das Rad ist bestens in Schuss, wie wir uns bei einer regnerischen Ausfahrt überzeugen konnten.

Softride Bike

Trotz Regen – super gsi!

Für mich waren viele Dinge neu, die ich auf meinem Mountainbike überhaupt nicht kenne:

  • das für den Triathlon typische Lenkrad mit Unterarm-Aufsatz
  • Schaltung weit vorne über dem Vorderrad
  • Klick-Pedale (ja, mein MTB fahre ich unten ohne!)
  • das Dämpfungssystem von Softride – von Stößen keine Spur
  • und endlich mal rollen ohne Widerstand!

Ab heute gibt’s bei unseren Sport-Stats eine neue Kategorie: neben Mountainbiking auch Cycling!