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Herbstliche Kletterei am Mattstock

In Kanada sind wir leider nicht zum Klettern gekommen. Und die meiste Ausrüstung wartet nun im Büssle in Anchorage auf uns. Etwas improvisiert und entfremdet geht es daher heute zum Mattstock über dem Walensee. Wir marschieren in ca. 1h15 von Amden (903 m) zum Einstieg der Südostwand Platte. Um 11 Uhr sind schon einige andere Seilschaften vor Ort, wir wählen deshalb die am wenigsten frequentierte: den Wasserrillenweg.

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in den Wasserrillen

Wie der Name schon verspricht, kraxeln wir mehrere Seillängen in Wasserrillen. Die Route ist gut abgesichert, braucht keinerlei Keile oder Friends. Hätten wir auch nicht. Wir sind bald oben. Der Blick auf den Walensee ist unbeschreiblich. Nun folgen wir dem Grat zum Gipfel des Mattstocks. An manchen Stellen muss abgeklettert werden, und sonst rufen die vielen Latschen am Grat zur Vorsicht. Am Gipfel (1.935 m) bleiben wir, bis die Jause aufgegessen ist. Das fällt leicht, denn hier oben ist keine Hektik und das Wetter ist angenehm. Der Hatsch hinunter ist zwar etwas lästig, aber wie heißt es so schön: “Nach oben ist freiwillig, nach unten ist Pflicht”.

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der nette Grat von der Südwestplatte zum Gipfel

Letzte Ausfahrt Appenzell

Das schöne Wetter am Feiertag ist für uns kein Grund, nach draußen zu gehen. Aber es ist eine Gelegenheit, unser Rennräder ein letztes Mal vor dem Einwintern auszuführen. Trotz Sonne fahren wir gut eingepackt für vier Stunden durch das Appenzellerland. Wer das Appenzellerland kennt, weiß, dass es ein ständiges Auf- und Abfahren bedeutet. Mir waren die Auffahrten lieber. Bei den rasanten Abfahrten fröstelt es doch schon, die Zehen werden bald zu Eisklumpen, und im Schatten ist der Boden noch feucht-glatt und das Rad in schnellen Kurven verwundbar.

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Sonne, weiße Hänge: mit dem Rennrad durch’s Appenzell

Gut, dass nicht alle Läden im Appenzellerland am 1. November geschlossen halten. In Rehetobel gibt’s Schoki im Volgg, und in Altstätten braten die Maroni.

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rund 80km, 1050 Hm

Appenzell-Rundfahrt zum Wochenausklang

Nach sechs Alpin-Kletter-Tagen (KirchlispitzenRoggalspitzeBiberkopf, Plattnitzerjochspitze, Spuller Schafberg, Hochmaderer) und dem fast schon abgeschlossenen Wohnungsumzug wollten wir es heute etwas gemütlich angehen lassen und sind bei herrlichem Frühherbst-Wetter mit dem Rennrad ausgefahren. Ziel: das Appenzell.

Appenzell Rundfahrt

Das hügelige Appenzell-Profil

Die Tour ist zwar nicht gerade die Hausrunde, auch wenn das Appenzell so nah liegt, aber dennoch haben wir uns im Sattel an frühere MTB- und Rennradstrecken erinnert gefühlt (Hirschberg, St. Anton, Gräbis). Von Dornbirn aus geht es über Lustenau nach Berneck, dann hinauf nach St. Anton und weiter nach Trogen. Im ständigen Auf und Ab erreicht man bald Appenzell über Gais, später dann Teufen. Die Passage zurück ins Rheintal schließt dann über Speicher, Lachen, Walzenhausen und wieder Berneck.

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Letzte Meter vor St. Anton

Die insgesamt 92 km sind in einem hervorragenden Zustand und bei wirklich wenig Verkehr für Rennradler aller Kategorien sehr empfehlenswert. Überhaupt sah man an diesem Vormittag recht viele Rennrad-Fahrer älteren Semesters, ohne Batterie-Unterstützung. Insgesamt sind ca. 1.500 Höhenmeter zu erklimmen.

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Säntis im Neuschnee

Forstseeli: leichte Tour trotz Schiebepassagen

Wir haben den schönen Sonntag Vormittag für eine kurze Tour im Schweizer Appenzell genutzt. Die recht kurze Runde (37 km, 1.050 Höhenmeter) bietet schöne Blicke auf Säntis und auf die Alpen des Kantons, ist aber für MTB-Fans bestenfalls eine Alterniv-Route.

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Das Rheintal bei Oberriet

Von Oberriet geht es auf Asphalt bis zum Montlinger Schwamm, dann wird die Spur teils unfahrbar (sehr grober Karrenweg), bis man irgendwann zu einem schönen, schattigen Forstseeli kommt. Anschließend geht es über Kieswege und immer wieder Schiebepassagen auf und ab zum Resspass (1.185 m). Von da an folgt man einfach der Asphaltstraße über Steinegg und Eggerstanden wieder zurück nach Oberriet.

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Das Forstseeli

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Säntis vom Resspass

Rennrad-Ausfahrt ins neue Rad-Jahr

Nach drei Tagen Skibergsteigen im Monte Rosa Gebiet brauchten wir ein bisschen Abwechslung und nutzten den trüben Sonntag zu einem Laufausflug um Dornbirn herum und zu einer 45km-Ausfahrt mit unseren Rennrädern ins benachbarte Appenzell. Ich hatte meine Premiere mit dem Rose Pro-SL 2000, das sehr fein und rund lief.

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Feine Rennrad-Runde für den späten März

Die Runde, die ich jedem für eine kurze Trainingseinheit empfehlen kann, ist 45km lang und hat mäßige 550 Höhenmeter Steigung aufzuweisen. Sie führt von Dornbirn über das Rheintal nach Widnau und dann hinauf in die Vorberge bis nach Walzenhausen und über Lustenau wieder retour. Die Gegend ist zum Rennradfahren sehr geeignet, da hier einfach viel weniger Verkehr vorherrscht als auf unserer Seite des Rheins. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf die Monate, wenn die großen Alpenpässe wieder öffnen. Letztes Jahr hatten wir ja schon einiges abgefahren, unter anderem:

Herbstrunde Rennrad II: Herisau

Eine zweite, sehr angenehme Rennradrunde (siehe hier die erste), die wir an diesem langen Wochenende gemacht haben, ging ins Appenzell. Eine hügelige Partie ist es geworden, ca. 75km lang mit lockeren 1.100 Höhenmetern. Wer etwas für’s Auge will, wenig Verkehr sucht und mal was Neues entdecken will, der fährt nach Herisau:

Rennrad Appenzell St.Gallen

Durch die Kantone Appenzell und St.Gallen

Uns gefiel’s, wir kommen gerne wieder!

Rennrad Herisau

Das Herbstwetter nützen…

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… der Winter kommt noch nicht!

Nachgeholt: Säntis-Runde per Rennrad

Was Beate schon im April vorgelegt hatte, konnte ich heute nachholen: eine feine Runde um den Säntis, per Rennrad. Die genaue Routenbeschreibung findet sich im April-Post, allerdings war mein Start- und Endpunkt nicht Altstätten, sondern Lustenau. Dadurch verlängert sich die Strecke um etwa 20km.

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Auffahrt zur Schwägalp, im Bild Wolken um den Säntis

Mit dem Mountainbike gibt’s eine etwas andere Runde, nicht ganz so lang, aber mehr Höhenmeter in Summe.

Mit dem Rennrad: die Säntis-Runde

Ein Klassiker im Bodensee-Raum: die Säntis-Rundfahrt mit dem Velo. Früh im Jahr nutzte Beate die Gunst des schönen Wetters um umrundete den Alpstein auf einer Runde mit ca. 100 km und 2.000 Höhenmetern. Da ich nun, was das Material betrifft, endlich mithalten kann (siehe hier), werde ich mich in Zukunft ebenfalls auf ähnliche Runden begeben. Beate hat aber die Latte schon mal hoch gelegt.

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Die Säntis-Runde

Eine Runde um den Säntis mit dem Mountainbike ist zwar kürzer, aber saftig. Einen Bericht zur Säntis-Runde mit dem MTB gibt es hier dazu.

Vormittagstour zum Hirschberg (Appenzell)

Dieses Wochenende blieb unser Racing-Bus am Parkplatz, denn wir hatten nur den Samstag frei. Früh morgens ging es mit dem Bike hinüber in die Schweiz nach Altstätten, für eine schattige Tour auf den Hirschberg (1.170 m) oberhalb von Appenzell.

Schon recht nahe dem Gipfel an einer sonnigen Passage

Die Wege verlaufen recht schön von Eichberg durch den Nadelwald bis zur ‘Spitze’, wo eine sonnige Ruhebank wartet. Die lange Abfahrt ins Rheintal ist natürlich eine feine Sache, wenn auch ohne große fahrerische Herausforderung.

Am Hirschberg – Blick Richtung Säntis-Gruppe

Die Runde ist für einen Vormittag gerade richtig (65km, 950 Höhenmeter). Wenn man anstatt quer durch sämtliche Wander- und Forstwege fahren will wie wir (unser Bike-Guide hat uns diesmal ein wenig in die Irre geführt), kann man ab Eichberg auch einfach der Mountainbike-Beschilderung folgen. In unmittelbarer Nähe finden sich auch andere Touren, die wir bei früherer Gelegenheit befahren haben: St. Anton, Gäbris oder zum Hohen Kasten hinauf.

Zahlreiche Weinbergschnecken waren ebenso auf dem Weg nach oben

Radrunde um St.Anton im Appenzell

Heute ging es mit einer schönen Vormittagsrunde in die Schweiz: über Widnau, Balgach und dann diverse Waldwege und Güterstraßen nach St. Anton im Appenzell. Eine sehr abwechslungsreiche Runde, die etwas von einer Schnitzeljagd hatte. Unterwegs trafen wir beinahe keine Biker, dafür in St. Anton waren die wenigen Gasthäuser zum Bersten voll im Ausflüglern.
Die Abfahrt über Berneck war nicht nur rasant, sondern auch wirklich flott und ohne Bremsen zu fahren.

Andere empfehlenswerte Runden sind über den Gäbris und auch auf den Hohen Kasten.

Kirschen am Gräbis

Eine leichte, aber recht weite Tour bietet sich von Dornbirn ins nachbarliche Gräbis an, nicht unweit des Hohen Kastens. Eine Schleife dieser Art über Lustenau summiert sich auf rund 60 Kilometer. Nach der Grenze fährt man über Radwege bis nach Altstätten und dort über einen steilen Wanderweg nach Ebenacker. Aber dort ist die Straße wieder asphaltiert, und über Serpentinen geht’s bis zum Gasthaus Landmark hinauf. Damit sind auch schon die meisten der 1.000 Höhenmeter der Tour geschafft.

Vom Gasthaus Landmark geht es links hinauf, in steileren Stichen, aber trotz allem leicht bewältigbar; nach wenigen Kilometern ist die Anhöhe mit der Wetterstation erreicht, von welcher der Gäbris innerhalb weniger Fahrminuten erklommen wird. Von dort weg folgt ein schönes Stück Abfahrt bis nach Gais und weiter nach Altstätten. Hier kann der Fahrradweg genommen werden oder auch die breitere Asphaltstraße, die ziemlichen Abfahrtspaß erlaubt.

Der Rückweg von Altstätten kann über Diepoldsau / Schmitten erfolgen. Insgesamt eine gute Einsteigertour mit schönem Blick ins Appenzell und ins Rheintal.