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Piz Colm: es geht auch gemütlich

Tag Drei eines langen Wochenendes: Piz Col oberhalb von Tinizong (1.232 m). Als Ausgleich zu den vorigen Tagen am Schwarzhorn und Piz Titschal scheint heute nur die Sonne, es weht kein Wind und keine Lawinen bedrohen unseren Weg. Stattdessen gruppieren sich andere Skitourengeher um uns. Der schöne Weg führt über Pensa (1.659 m), Demat (1.844 m) bis zum Gipfelaufbau des Piz Colm (2.415 m). Alles recht übersichtlich und die Abfahrt ist dank des reichlich vorhandenen Pulverschnees besonders im lichten Wald lässig zu fahren.

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Piz Colm (rechts) erstmals im Blick

Man merkt, dass sich der Körper rasch an die tägliche Belastung gewöhnt. Die Beine sind nicht mehr müde vom Vortag, der Geist aufmerksamer, die Routine am Morgen geht immer schneller. Wir blicken zuversichtlich auf unser RoF-Projekt!

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Spurarbeit

Piz Grevasalvas: im Pulver durch den Hochnebel

Dieses Wochenende war eine Wohltat. Im Rheintal Hochnebel, alles grau in grau, doch am Julierpass, da durchstoßen wir, von Bivio (1.769 m) aus startend, diese Wolkendecke auf 2.300 m. Ein kurzer Trip im Whiteout gelingt, dank Recta und SwissTopo, und schon stehen wir im 35° steilen Hang. Die Verhältnisse sind gut, eine feine Pulverschicht auf einer harten Auflage. Nordhang, sehr schattig. Bereits unter dem Grat haben wir Sonne, und am Gipfel des Piz Grevasalvas (2.932 m) genießen wir gar eine Gipfelpause. Mit Blick auf die Silvaplana, den Septimerpass und auf Bivio. Piz Lagrev lauert im Osten, der Roccobella direkt vor uns im Norden.

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Blick zum Julierpass

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Eintauchen in den Hochnebel…

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…und ihm wieder entwischen

Die Abfahrt wird ein Hit, die Steilhänge voll mit Pulver, wir können es nach dem Fulfirst vor wenigen Tagen gar nicht richtig fassen. Sehr zufrieden machen wir noch ein Nickerchen im Schnee, bevor wir zum Büssle abfahren. Es geht, nach einem Kurzstop am Hospiz am Julierpass, zum Silvaplana-See: langlaufen ist angesagt. Als ob es noch nicht genügen würden. Was soll’s, in Pontresina geht’s ins Hallenbad, dann nach La Punt zu unserem nächtlichen Stellplatz. So einen zu finden ist in der Gegend um St.Moritz gar nicht so leicht, so ziemlich alles verboten hier was mit einem Camper zu tun hat. Naja. Egal, am nächsten Tag soll  Teil 2 folgen, der Piz Albris.

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am Piz Grevasalvas

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sensationelle Pulver-Abfahrt

Pulver-Alarm am Guggernüll

Endlich wieder mal eine feine Skitour: Spur anlegen, klare Sichtverhältnisse und Pulverschnee! Wiedermal von Splügen (1.457 m) aus ging es pünktlich um 08.00 los. Zunächst recht bescheiden entlang der Piste hinauf zur Bergstation der Splügen Bahn. Im Tal noch dicht bewölkt, löste sich der Nebel-artige Vorhang kurz unterhalb der Bergstation Tanatzhöhi (2.144 m) auf. Wetterglück, dass dringend notwendig war.

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Spurarbeit

Zunächst fahren wir gute 1o0 Höhenmeter mit den Fellen ab, zum Talgrund des Tambo-Bachs (2.032 m). Hier beginnt auch die Spurarbeit bis zum Gipfel. Wir navigieren uns durch die Landschaft, die Route verläuft eher sanft zwischen Hügeln, stetig hinauf, vermeidet Steilhänge. So können wir auch trotz Lawinenwarnstufe 3 hier hinauf. Wie immer wechseln wir vorne ab, schauen auf der Karte nach dem richtigen Weg, genießen das fantastische Wetter, steigen hoch zum Guggernüll (2.886 m)

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hinter dieser Anhöhe versteckt sich der Gipfel

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Blick nach Osten: das Surettahorn

Das Beste kommt diesmal bei der Abfahrt. Der Pulver liegt so locker auf einer harten Schicht, vielleicht 20 und mehr cm. Ideal bei diesem Gefälle, wir rauschen hinab wie Götter. Für den zweiten Teil der Abfahrt nützen wir die Piste. Das ist auch gut so, denn unten dürfte der Schnee aufgrund der steigenden Temperaturen nicht mehr der Beste sein. Und auch das Licht wird fahl: Wolken ziehen auf. Aber da sind wir schon auf dem Heimweg.

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endlich den Guggernüll im Visier

Piz Campagnung – heiß und sonnig

Eine unserer letzten Touren dieses Winters wird wohl der Piz Campagnung (2.826 m) gewesen sein. Am Freitag noch am Piz Turba, hofften wir auf Wetterbesserung am Julierpass.

Richtung Crappa da Torcf

Aufstieg zum Crappa da Tocf

Trotz des recht frühen Startes vom Übernachtungsplatz am Marmorera-See fanden wir den Parkplatz unterhalb des Julierpass-Hospiz schon gut gefüllt. Die Skitourengeher verteilten sich aber sehr rasch auf die zahlreichen Gipfel, und wir stiegen wie schon vor zwei Wochen bei unserer Tour zum Piz d’Agnel und Tschima da Flix über das Val d’Agnel hoch.

Ungefähr auf Höhe des Corn Alv bogen wir aber gegen Westen ab und umrundeten den Piz Bardella auf unserem Weg zum Vorgipfel des Piz Neir, dem Crappa da Tocf (2.860 m). Kurz unterhalb befindet sich das Skidepot zum Aufstieg des Piz Neir. Das bleiben wir aber aufgrund der Zeit sein und fuhren zu einem kleinen Sattel ab, um mit dem Aufstieg zum Piz Campagnung zu beginnen. Diesen erreichten wir bald, machten auch keine großartige Pause, sondern wollten durch das Tal wieder schnell nach unten. Die Sonne war doch schon sehr warm, und der Schnee während der Abfahrt bereits richtig schwer.

Blick zum Piz Neir

Blick vom Piz Campagnung zum Piz Neir

Trotz unserer frühen Rückkehr um ca. 11.00 hatten wir schon eine große Nassschneelawine verpasst – sie hatte sich von den Hängen des Piz Bardella gelöst und hatte mit rund 80 m Breite und einer Länge von mehreren hundert Metern nicht gerade kleine Ausmaße. Sie überlagerte die Aufstiegsspur rund 70 bis 100 cm hoch und staute sich im Bachbett meterhoch. Und trotzdem stiegen einige Tourengeher um diese Zeit noch – hinauf!

Grundlawine vom Piz Bardella

Die recht große Nassschneelawine vom Piz Bardella

Als nächstes ging es nach Bonaduz retour – wir hatten noch eine Radtour um den Vorderrhein nach Ilanz geplant.