Impressionen aus Assisi
Veröffentlicht am| 10. May 2012 | 1 Kommentar
Heute haben wir mal arbeitsfrei und nutzen den wolkenlosen Tag, um die Gegend nördlich von Spoleto zu erkunden. Als erstes ist Assisi auf dem Programm. Wir sind zeitig dran, die Touristenbusse haben ihre Fracht noch nicht ausgeladen. Wir schlendern also fast allein durch die mittelalterlichen Straßen. Die ganze Stadt ist in einem hervorragenden Zustand, eine Pracht und zu Recht Weltkulturerbe.
Etwas später sitzen wir im Auto und suchen nach einer Parkgelegenheit in Perugia.
Klettern in Ferentillo
Veröffentlicht am| 9. May 2012 | 1 Kommentar
Wir haben unser Berghäuschen in Ferentillo auch deshalb ausgesucht, weil gerade mal 20 Minuten Fußweg entfernt eine ganze Reihe an Klettergärten auch für Mittelklasse-Kletterer wie uns bereit steht (selbstverständlich gibt es hier auch Routen für den oberen Schwierigkeitsbereich).
Wenn wir also nach einem langen Lern- und Arbeitstag etwas körperliche Entspannung brauchen, dann geht’s bergab ins Tal und dann über die Nera ins Nachbardorf. Dort wartet 200 m weiter schon die erste Route im Sektor “L’isola”. Der Kalkstein ist angenehm zu klettern, mit feinen Griffen, teils aber auch schon etwas abgegriffen.
Der entsprechende Guide zum weiten Klettergebiet um Ferentillo lautet: “Vuoto Compreso. 830 VIE. Ferentillo e dintorni. Valnerina – Grotti – Pale”, verfasst von Simona Bartolucci und Andrea di Bari. Der Inhalt ist meist in italienisch gehalten, die Anfahrtswege und Zustiege sind auch in Englisch. Die Topos sind mit Fotos und Routen, Schwierigkeitsgraden (französisch), Seillänge und technische Anforderungen. Das Buch ist in Ferentillo im Kletterladen zu beziehen. Dieser hat allerdings nur am Samstag offen. Dürfte auch in Terni im Kletterladen (werktags offen) zu bekommen sein. Wer sich wie wir im Guesthouse Runcini einquartiert hat, der kann sich das Buch ausborgen. Ein prima Gebiet, dass man auch schon im Frühjahr sehr auskosten kann. Im Sommer ist es untertags aber wahrscheinlich viel zu heiß, am Abend mit Licht aber umso genialer.
Im Hinterland von Perugia
Veröffentlicht am| 8. May 2012 | Keine Kommentare
Die Gelegenheiten muss man wahrnehmen. Ist man in Umbrien, so gilt es sich das Umland anzuschauen, die Apenninen, die Bergdörfer. Am besten mit dem Rennrad, da lassen sich schöne Distanzen überbrücken und dennoch alles auch am Straßenrand mitzubekommen, manchmal mehr, als einem lieb ist.
Die jüngste Runde führt uns von San Anatolia die Narco über Gavelli nach Monteleone, eine echte Bergstrecke mit rund 1.000 Höhenmeter Anstieg. Kurz vor Monteleone knallt es wiedermal, ein Platten an Beates Vorderreifen. Bald sind wir in Cascia, einer sehr netten Kleinstadt mit viel Charme und Historie. In der Entfernung sehen wir die Sella di Leonessa.
Noch einmal geht es über eine längere Anhöhe, bevor wir zur langen Abfahrt ausholen. Zunächst nach Norcia, und dann durch das enge Tal des Sordo ins Valnerina, schließlich wieder zum Ausgangspunkt. Diesmal hatten wir öfters einen ruppigen Straßenbelag, das eine Auge schaut immer aufmerksam zum Boden. Viel Sonne und wenig Wind, jede zehn Meter ein anderer Geruch der Flora. Das ist Umbrien, besonders hier im Hinterland von Perugia.
Impressionen aus Ferentillo, Umbrien
Veröffentlicht am| 7. May 2012 | 2 Kommentare
Es wird Zeit, unseren selbst gewählten Isolationsort in den umbrischen Bergen vorzustellen: Ferentillo. Das kleine Dorf in der Valnerina liegt rund 20 Kilometer von Treni, der nächst größeren Stadt, entfernt. Von dort sind es noch gut 100 Kilometer südwestwärts nach Rom. Ferentillo schmiegt sich an die steilen Wände des Taldurchschlupfes westlich des Flusses und hatte aufgrund seiner strategischen Lage früher etwas mehr Bedeutung als heute. Ferentillo ist in den letzten dreißig Jahren zu einem recht bekannten Kletterort geworden.
Unsere Unterkunft liegt oberhalb von Ferentillo. Das Guesthouse Runcini liegt gut 2 Kilometer und rund 250 Höhenmeter über dem Dorf und ist über eine einfache, nur teils betonierte Straße zu erreichen. Dafür haben wir es hier umso ruhiger. Der Ausblick ist genial, das Haus für uns großzügig, mit viel Platz im Garten oder überall, wo wir verweilen wollen. Diese ehemalige Bergsiedlung ist komplett verlassen, nur wenige Gebäude wurden wieder restauriert und stehen Besuchern offen. Und wir sind die Einzigen hier.
Doda, unsere Gastgeberin, ist Künstlerin und kocht für ihr Leben gern. Bei Trüffel-Pasta und Limoncella haben wir uns selbst davon überzeugen können. Wir können das Haus nur empfehlen, und zwar für jene, die ein paar Tage mal in das umbrische Hinterland “verschwinden” wollen. Für uns gibt es in der Nähe reichlich Abwechslung. Ein Klettergarten rund 20 Minuten zu Fuß entfernt, und einige Trailrunning-Strecken gleich vom Haus weg. Mit dem Rennrad (Spoleto, Sella di Leonessa) starten wir dann unten vom Dorf.
Impressionen aus der Stadt der Städte: Rom
Veröffentlicht am| 6. May 2012 | 1 Kommentar
Eine Schlechtwetterfront bot uns die Gelegenheit, unser Bergheim in Ferentillo zu verlassen und unseren Lehrbüchern und Arbeiten in das rund 100 km entfernte Rom zu entfliehen. Über Rom könnte man viel schreiben, und das haben wir nicht vor. Wie immer sammelten wir viele Eindrücke aus einer Stadt, die aus der Historie ihre Kraft schöpft und vielleicht die größte Konzentration an Touristen pro Quadratmeter aufweist. So schien es uns zumindest am Kolosseum, an der Via dei Fori Imperiali, am Petersplatz. Trotz der touristischen Hektik hat die Stadt Atmosphäre, die Prachtstraßen gepaart mit den kleinen Gassen, die Gelato-Läden und Pizza-Restaurants, die omni-präsente Polizei und bestens aussehende Geistliche, in Summe eine feine Mischung, die man für Tage auskosten könnte.
Sella di Leonessa: fast schon eine alpine Runde
Veröffentlicht am| 4. May 2012 | 2 Kommentare
Waren wir auf unserer Einstiegsrunde über Spoleta überzeugt, in Umbrien dem Schnee für die Dauer des Aufenthalts nur in Erinnerungen zu begegnen, so wurden wir heute aufgerüttelt. Ja, in Umbrien gibt es tatsächlich Pässe, die diese Tage noch von Schneefräsen geräumt werden.
Die Runde, die uns in der Nähe von Rieti zuerst durch eine lange, bewaldete Schlucht bis nach Leonessa bringt, beginnt unerwartet spät (Reifenpanne schon vor der Abfahrt) und wird recht warm. Erst auf dem Weg zurück um die Monti Rieti kommt etwas frischer Wind auf. Wir staunen nicht schlecht, als wir uns langsam Schneefeldern nähern, dann gar auf der Straße darüber fahren. Kurz unterhalb des Passes Sella di Leonessa (1.900 m) sind die Schneewände gute 1,5 Meter hoch. Wir staunen und begeben uns auf eine unendlich lange Abfahrt bis fast vor die Tore Rietis.
Die letzten zwanzig Kilometer einer gut 90km-langen Runde mit etwa 2.150 m Anstieg fahren wir durch historische Dörfer und Städtchen, teils auf dem Weg des Franz von Assisi. Aber das sehen wir vielleicht ein ander mal.
Erste Ausfahrt Umbrien
Veröffentlicht am| 1. May 2012 | 1 Kommentar
Wir beginnen uns nun einzuleben, in unserem Bergdorf in Umbrien, es ist das völlige Gegenteil von Florenz. Neben der Arbeit und dem Studium schauen wir auch kurz aus dem Haus nach draußen. Es ist sehr, sehr ruhig hier, wir überschauen von unseren Olivenhainen die Valnerina, das Tal welches von Terni nach Norden zieht. In einer ersten kurzen Rundtour (66 km, 1.250 Höhenmeter) haben wir dieses Tal, sein paralleles Gegenüber und die historische Stadt Spoleto erkundet. Die Straßen sind etwas ruppig, aber recht ruhig.
Die Runde fällt uns leicht, wir trotten so dahin. 15 km vor Spoleto dann der erste Sprühregen, der uns in Spoleto in eine Trattoria zwingt. Kaffeepause, trocknen. Bald geht es über die Fuorca di Cerro wieder in die Valnerina, die Räder laufen gut. Es ist Mai, wir sind in Umbrien, alles ist gut.
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