Super gsi

Schöner Grat zur Spitze der Roten Wand

Veröffentlicht am | 17. August 2010 | Keine Kommentare

Am Samstag tat sich eine Wetterlücke auf, und wir beide hatten frei. Also nichts wie hinaus, und ein schon lange angepeilter Berg kam uns als Bike&Hike Kombi sehr gelegen: die schöne Rote Wand an der Grenze zwischen dem Großen Walsertal und dem Lechquellengebiet.

Start war diesmal der kleine Ort Marul (976 m, Ausgangspunkt unserer Skitour auf die Lusgrind), und die Strecke zur Alpe Laguz war uns schon aus einer früheren MTB-Tour zum Formarinsee sehr bekannt. Der Aufstieg war flott, die Straße frei und der Himmel nur leicht bewölkt. Von der Alpe Laguz (1.584 m) fuhren / schoben wir noch ein bißchen die Räder weiter hinauf, zur Oberen Laguzalpe (1.854 m). Hier war Schluß mit dem Radfahren, wir machten uns für den Aufstieg bereit.

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Kurz vor der Alpe Laguz

Der markierte Steig führte zunächst ins Geröllfeld zwischen Rothorn, Rote Wand und Madratsch. Am Fuße der Roten Wand wendet sich der Weg nach Norden (nach Süden führt er zur Freiburger Hütte) und geht recht steil zu einem Joch, das wie eine Schiebetür aussieht. Hier sind auch sehr alte Drahtseile angebracht. Von diesem kleinen Tor traversiert man auf der Nordseite der Roten Wand über Geröll, Eis und Schnee die Länge der Wand im leichten Abstieg, ehe man auf der anderen Seite dem grünen Rücken wieder aufsteigend nach Süden folgt.

rote-wand

Am Grat zur Spitze der Roten Wand

Erst am Ende des flachen Teils des Rückens formt sich der Grat der Roten Wand zu einem felsigen, spitzen und schmalen Pfad, der leichte Kletterei an wenigen Stellen erforderlich macht. Schwindelfrei sollte man schon sein, sonst wird dieser vergnügliche Grat zu einer ernsten Prüfung. Folgt man dem Grat, so sieht man auf der Ostseite bald ein Gletscherfeld. Dieses kann man bewundern, aber nicht betreten. Wir folgten einfach dem Grat hinauf zum Gipfelkreuz der Roten Wand (2.704 m) und hatten eine paradiesische Aussicht – zu den Drei Türmen, zur Zimba, zur Braunarlspitze, Zitterklapfen, Zafernhorn, …

rote-wand

Abstieg im flacheren Teil des Grats, Blick rechts im Tal die Klesenza Alpe

Der Abstieg erfolgte auf derselben Route, ein wenig flotter, aber nicht unvorsichtig. Der Vorteil der Bikes spielten wir dann auf dem Rückweg voll aus, und waren schon um 13.30 wieder in Marul. Schön: die gesamte Wanderung hatten wir die Ruhe der Gegend für uns allein. Nur auf einen Steinbock und ein Rebhuhn trafen wir, aber die wollten auch lieber ihre Ruhe. So ging jeder seine Wege…

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