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Die ersten 4000er: Ras und Timesguida

Veröffentlicht am | 30. March 2010 | 3 Kommentare

Nach unserem schönen Aufstieg zur Refuge Les Mouflons Toubkal auf 3.200 m Seehöhe planten wir als nette Einstiegstour zur Akklimatisation unsere ersten 4.000er: Ras n’ Ouanoukrim (4.083 m) und Timesguida n’ Ouanoukrim (4.089 m).

Ras N'Ouanoukrim

Den Sattel Tizi n’Ouanougane im Visier

Ras N'Ouanoukrim Hoher Atlas

Gegen Talende wird’s nochmals ein wenig steiler

Nach feinem Frühstück konnten wir es kaum erwarten, und spürten schon beim Anlegen der Ski den warmen Wind von der Küste. Der Schnee jedoch blieb aufgrund der Bewölkung steinhart. Die Harscheisen mussten gleich ran, und die vielen Löcher der Fußgeher im Schnee blieben auch mehrere hundert Meter nach der Hütte ein lästiges Merkmal der Aufstiegsspur. Die Route führte vom Refuge Les Mouflons das Tal hoch nach Süden, mal flacher mal steiler, bis zum Talabschluss (Sattel Tizi n’Ouanougane auf ca. 3.700 m). Dort mussten wir unsere Ski nun ablegen, auf den Rucksack schnallen und die Steigeisen zum Einsatz bringen.

Ras N'Ouanoukrim Hoher Atlas

Der technisch schwierigste Abschnitt – ein steiler Grat – wird mit Steigeisen begangen

Über den schmalen Grat ging es hoch, Tritt für Tritt gegen die doch ungewohnte Höhe. Auch nach der Bewältigung der steilen Passagen ließen wir die Eisen an, und liefen gegen den Ras hoch. Recht früh (gegen 10.45) erreichten wir den Gipfel. Ein erstes Berg Heil auf einem afrikanischen 4.000er. Das war trotz der merklich dünneren Luft schon mal ein Erlebnis, vor allem als nun auch die Sonne heraus kam. Die Hoffnung auf Firn stieg.

Ras N'Ouanoukrim Hoher Atlas

Kurz unterhalb des Ras N’ Ouanoukrim klar es schnell auf

Der Abstieg und der folgende Aufstieg zum Schwestergipfel Timesguida verlieft unspektakulär und auf Skiern. Erst auf den recht großen, flachen Gipfel erkannte man die Besonderheit: der Rundumblick hinunter zur Sahara.

Timesguida N' Ouanoukrim

Nochmals die Ski am Rücken beim Abstieg vom Timesuida N’Ouanoukrim

Die Abfahrt wurde trotz längerem Wartens in einer Scharte (als Windschutz) keine weiche Firngeschichte, sondern steinharter Kanteneinsatz bis zum Grat. Dort schnallten wir die Skier wieder an (auch wenn es hinten rum eine enge Umfahrung gegeben hätte), und warteten nochmals eine halbe Stunde. Schließlich fuhren wir doch ab: zuerst auf Eis, später doch noch auf Firn. Was für ein Unterschied! Auf der Terrasse schmeckte dann der heiße Minztee umso besser, und zwei 4.000er hatten wir in der Tasche. Und für den nächsten Tag hatten wir noch mehr vor. Plus haut, plus loin!

Kommentare

3 Responses to “Die ersten 4000er: Ras und Timesguida”

  1. Am höchsten Berg Nordafrikas: Djebel Toubkal : super gsi
    March 31st, 2010 @ 06:34

    [...] der Aklimatisationstour zum Ras N’Ouanoukrim und dem Timesguida wollten wir zum Hauptgipfel des Hohen Atlas aufbrechen: den Djebel Toubkal. Mit seinen 4.165 m ist [...]

  2. Am Atlantik: Fisch essen in Essaouira : super gsi
    April 1st, 2010 @ 06:48

    [...] unseren Skitouren-Ausflügen auf Djebel Toubkal, Ras und Akioud war es Zeit für etwas Atlantisches. Als Abschluss unserer Rundfahrt durch Marokko [...]

  3. Aufstieg in den Nationalpark Toubkal : super gsi
    April 5th, 2010 @ 09:02

    [...] Refuge ging es in drei Skitouren auf insgesamt 6 Gipfel, darunter Djebel Toubkal, Akioud und Timesguida. Nach drei Nächten mussten wir wieder ins Tal, zusammen mit Ibrahim und seinem Muli, nach Imlil [...]

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