Super gsi

Mit dem Nebel zur Spitze: Hüenerchopf

Veröffentlicht am | 7. February 2010 | 2 Kommentare

Um fünf Uhr morgens Dauerregen, tiefe Wolken, Dunkelheit. Was tut man? Checkt den Wetterbericht, und packt die Sachen. Frühstücken und los fahren. Freunde abholen und das Rheintal hochfahren, bei Sargans abbiegen und Mels ansteuern (evt. auf den Garmil gehen, den Gamindaur? Die andere Talseite im Norden böte den Tschuggen…). In Vermol (1.067 m) ankommen und beim Alpenrösli parken. Sich selbst zunicken und denken: das passt.

Durch Waldschneisen geht es hoch von Vermol zum Tamons-Vorsäss

Frischer Schnee liegt überall, und er fällt auch vom Himmel; wir (Beate, Beate & Mark) machen uns auf den Weg. Das Ziel ist der Hüenerchopf (2.171 m), ein felsiges Eck in einer ansonsten hügeligen Landschaft, die sanft von Vermol gegen Westen an Höhe gewinnt. Trotz tiefen Wolken, Nebel, hin und wieder freier Sicht, gelingt es uns leicht die Spur zu halten, auch mit Hilfe des GPS, welches wir am Vorabend per Routenplanung mit Infos gespickt hatten.

Hüenerchopf

Tiefe Wolken über dem parallel verlaufenden Weisstannental

Um die frühe Zeit sind nicht viele Tourengeher unterwegs, was der Landschaft und ihrer Ruhe zuträglich ist. Wir steigen also hoch, von Lichtung zu Lichtung, von Alpe zu Alpe, kommen zum finalen Grat, wo die Sicht auf null fällt. Wir steigen hoch zum Gipfel, tragen die Ski wieder ein paar Meter herunter, bevor wir abfahren. Oben ist es recht windverblasen, ansonsten eigentlich schöner und lockerer, leichter Pulver.

Huenerchopf

Aufstieg zum Grat

Erst bei der Abfahrt bemerken wir, wie schlecht die Sicht hinter uns geworden ist, die Fahrt wird zum Blindflug. Trotz allem eine schöne Abfahrt, der Schnee ist genial und erlaubt vieles. Irgendwo zwischen den Bäumen tauchen nun vermehrt Gruppen von Tourengehern auf, die den Weg hinauf suchen. Gruppen, Scharen, der Berg ist eine Pilgerstätte. Gut, in die andere Richtung unterwegs zu sein. Und am Ende noch im Gasthaus Alpenrösli einzukehren, bei der älteren Wirtin einen Milchkaffee zu genießen und zu wissen, dass weder Dauerregen, Dunkelheit, schlechte Sicht oder sonst was einem im Weg stehen, wenn man denn nur wirklich will.

Huenerchopf Route

Kommentare

2 Responses to “Mit dem Nebel zur Spitze: Hüenerchopf”

  1. Berner Oberland: Mönch : super gsi
    July 11th, 2010 @ 20:58

    [...] selbst bietet nette Lager, eine gute Küche, eine sehr nette Rezeptionistin/Köchin (Vroni aus Mels) und ein internationales Publikum. Ein Negativpunkt war allerdings der Wassermangel: kein [...]

  2. Garmil: eine Pulverschnee-Abfahrt : super gsi
    January 23rd, 2011 @ 17:52

    [...] oberhalb von Mels (838 m) bei Sargans. Alternativ könnte man von Mels auch eine einfache, schöne Tour zum Hüenerchopf (2.171 m) [...]

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