Hochtouren-Rucksack Peuterey 50 von Millet

Mein neuer Wegbegleiter auf längeren Skitouren, Querungen und Hochtouren ist der vielseitige und gut durchdachte 50 l Rucksack Peuterey von Millet. Zum ersten Mal habe ich ihn auf unserer Herbst-Tour in den französischen Alpen gesichtet, dann in einem Geschäft in Chamberey. Beate hat eine etwas kleinere Ausgabe (35 l) von Salewa, ebenfalls ein sehr funktionelles Teil.

Was mich an meinem alten Rucksack von Essl stört, ist dass er kein Innengestell  hat und so alles wie ein Sack am Rücken hängt. Nicht nur, dass ich mit dem Peuterey nun einen stabilen Pack am Rücken habe, sondern auch bei ordentlichem Packgewicht viel Luft zwischen Rücken und Rucksack bekomme (zumindest beim Aufstieg – beim Abstieg oder Abfahrt will ich mehr Kontrolle bei der Bewegung nach unten – dann wird der Brustgurt scharf angeschnallt).

millet-peuterey-50

Die Befestigungsmöglichkeiten sind das erste, was einem am Millet Peuterey 50 auffällt. Lawinenschaufel-Tasche außen, Befestigung für zwei Eisgeräte, stabile Ski-Fixierung, externe Halterung für Steigeisen, eine Materialschlaufe am Hüftgürtel und vieles mehr wie ein Gurt für die Seilpuppenhalterung.

Der Innenraum ist mit rund 50 l groß genug, dass die Ausrüstung für eine mehrtägige Hochtour / Skitour samt Kocher, Schlafsack und Proviant hineinkommt. Mit dem Zelt wird’s schon eng, der Helm muss dann außen befestigt werden. Wenn man sich das Zelt und den Schlafsack sparen kann (weil Hüttenübernachtung), dann kann mehr als nur Trockenessen mitnehmen. Zugriff auf den Innenraum hat man von verschiedenen Seiten, so dass langes Suchen der Vergangenheit angehört. Die zwei Deckeltaschen sind geräumig und wasserfest, die Zugschnüre leicht zu bedienen, auch mit dicken Fäustlingen bei starkem Wind. Auch unser Trinksystem findet einen separaten Slot.

Zur Verarbeitung kann ich noch nicht viel sagen (wird sich wohl in den nächsten Monaten zeigen), aber soweit habe ich keine Verarbeitungsmängel festgestellt. Da der Peuterey Millet Rucksack von der Österreichischen Bergrettung als Bestandteil ihrer Ausrüstung ausgesucht worden ist, bestand in dieser Hinsicht bei mir aber kein Zweifel über die Qualität des Materials und der Konzeption. Gesehen und gekauft bei Bergsport Stochay, alles ohne Probleme und Verzögerungen.

2 replies
  1. Rainer Löll says:

    Lieber Bergkollege,

    auch ich besitze einen Millet 50 der mir 2010 bei einer einwöchigen Hüttentour im Stubai gute Dienste geleistet hat, allerdings konnte mir bisher niemand erklären wie ich meine Eispickel sinnvoll befestigen kann.

    Kannst du mir einen Tip geben?

    Danke für die Mühe

  2. admin says:

    hallo Rainer,
    daran habe ich anfangs auch öfters nachgedacht. Aber es geht:

        Pickel von oben in eine der beiden Pickelhalterungen einführen (so, dass die Spitze und nicht die Haue nach innen zeigt)
        Pickel nun vertikal “umdrehen”, so dass er nicht mehr nach unten hinaus rutschen kann
        Riemen des Steigeisenfaches so weit wie möglich öffnen, Pickel ganz nach unten drücken (der Gummizug hat viel Raum), den Pickelschaft innerhalb des Riemens einführen, dann Riemen zuziehen (falls kein weiterer Pickel angebracht werden soll)

    Das Ganze hat einen Haken: dein Pickel sollte nicht allzu lang sein. Steileisgeräte sind überhaupt kein Problem, aber Eispickel für Gletscher etc schon. Meiner ist 65cm lang und ich krieg ihn gerade noch durch “in” den Riemen des Steigeisenfaches. Sollte das aus Größengründen nicht möglich sein, kann man entweder die Riemen der Skibefestigung nehmen (dann hängt der Pickel aber nach vorne) oder den Riemen für das Deckelfach, der den Rucksack schließt (dann klappt der Pickel aber immer weg, sobald du den Rucksack öffnest). Probier mal!

    schöne Grüße
    Mark

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