Super gsi

Vaude Zelt Hogan

Veröffentlicht am | 7. August 2009 | Keine Kommentare

Das Zelten war schon immer eine tolle Sache, und manchmal auch ein Muss, wenn es a) gar keine Möglichkeit der Übernachtung gibt (ergo irgendwo im nichts), oder b) man schon so früh aufstehen musste, dass sich ein Hotelzimmer gar nicht rentiert.

Ein Zelt, mit dem wir immer schon gut gefahren sind, und dass schon seit mehr als 15 Jahren (!) seine Dienste verrichtet, ist das Vaude Hogan Ultralight Model. Gekauft habe ich es in den 90er Jahren noch als ein Vorläufer-Modell, heute ist es eben dieses hier. Die Grundprinzipien des Aufbaus sind dieselben geblieben. In diesen Jahren war es in den Anden, in der Halbwüste um Salta (Argentinien), in den Fjorden Chiles, in der Felswüste des Oman, am kroatischen Meer, auf diversen Almwiesen und heimischen Bergen, an der Atlantikküste Portugals und der Bretagne, und und und. Einmal musste es sogar als mobiles Büro herhalten, weil ich kein Zimmer mehr in Krems bekommen habe und eine Lehrveranstaltung besuchen wollte. So habe ich dann vom Zelt aus im Web gesurft…

Der Aufbau des Zelts ist auch das große Plus: es ist in drei Minuten aufgestellt und fertig für den Bezug:

  1. Zelt ausrollen
  2. Kreuzgestänge zusammenstecken
  3. Kreuzgestänge in die drei Splintstifte einstecken
  4. Zelt mit Gummiseil am Kreuzgestänge festmachen
  5. Heringe in den Boden, fertig!

Was uns natürlich am Zelt sehr gefällt ist sein geringes Packmass – kleiner wie ein Schlafsack, das Gestänge kann als Extra-Sack geführt werden. Das Gewicht ist mit rund 1,5 kg ebenfalls sehr brav. Für eine Solo-Route also sehr geeignet. Schlafen lässt es sich zu zweit auch gut, der Rucksack kann ebenfalls noch hinein. Eine kleine Apsis vorne bietet weiteren Stauraum für Schuhe und Taschen, ein Rad passt da allerdings nicht hinein. Mit dem Boden hatten wir noch nie Schwierigkeiten, wir nutzen aber auch einen extra Zeltunterboden zur Schonung. Das Zelt selbst ist sehr windstabil, und auch bei Regen hatten wir noch nie Wassereinbruch. Nach langen Jahren fangen aber die “Verschweißungen” sich an den Nähten abzulösen, dass muss ich mal reparieren…
Was bei den neuen Versionen auch dabei ist (und bei unserer leider nicht): ein kleines Lüftungsfenster (gut, wenn man z.B. im Sommer unterwegs ist oder wie wir im Oman).

In Summe lässt sich sagen, das Vaude Hogan ist gut für kurze Trips in abgelegene Gebiete, wo Gewicht und Packmass eine Rolle spielen. Es ist kein Luxuszelt, in dem man Tage verbringen kann. Es ist zum Schlafen da, und das recht fein.

Mehr Infos und technische Angaben findet man hier: VAUDE Zelte Hogan

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