Super gsi

Traum-Abfahrt vom Tschuggen

Veröffentlicht am | 15. February 2009 | 5 Kommentare

Nach dem gestrigen Spaß im Pulverschnee an den Hängen des Chapf versuchten wir unser Skiglück wieder in den Schweizer Ostalpen. Von Trübbach (549m) im Sarganserland ging es noch ein Stückchen motorisiert nach oben, um sich um wenige Parkplätze zu streiten. Wie gestern war der Ansturm gewaltig. Und noch mehr sollten kommen…

Die Tour ging gleich so richtig los, mit einer Spuranlage, die mir gar nicht gefiel: einfach gerade aus, schnurstracks hinauf. Was vielleicht ein paar hundert Meter in der Länge einer Tour bringt, rächt sich mit größerer Steilheit des Anstiegs und einer meist rutschigeren Anlage, die zweifach Kraft kostet. Nun, es ging irgenwie hinauf, über Matug bis zum Skihaus Lanaberg.

Der Nebel wird durchbrochen…

Von dort stiegen wir wieder die Höhenmeter rasend schnell hoch, kamen bei 1.300 m in dichte Wolken, die auch das Berghaus Gonzen einhüllten (von hier geht’s links hinüber zum Nordgrat des Gonzen). Erst kurz unterhalb des Grats zum Gipfel gaben die Nebelschwaden die Sicht frei, mit einem Prachtblick auf die Churfirstenwände. Den Tschuggen (1.880m) erreichten wir nach 2,5 Stunden.

Vom Gipfel des Tschuggen Blick zum Wallensee

Nun, der beste Teil kommt erst. Das ist auch gerecht so, denn der feuchte Nebel, die rutschigen Steilrampen hatten ein wenig auf die Stimmung gedrückt. Die Abfahrt – ohne Übertreibung – die beste des Jahres. Superhänge mit der richtigen Neigung, knietiefer Pulver und manchmal mehr, und einfach so viel unverspurt! Wir fuhren wie die Götter, aber dazu braucht es bei diesen Verhältnissen überhaupt nicht viel. Die Ski trugen uns wie auf Wolken. Erst wie ab dem Skihaus Lanaberg wurde der Schnee batziger, aber das war wirklich völlig wurscht. Man kann es immer noch nicht fassen, dass wir solche Bedingungen erwischt hatten!

Pulver ohne Ende…

Zum Schluss brauchten wir doch noch unsere Lawinenschaufel. Aber nicht für uns, sondern fürs Auto. Wir buddelten uns einen Weg frei, damit die Vorderreifen den ersten Meter richtig greifen konnten…

Kommentare

5 Responses to “Traum-Abfahrt vom Tschuggen”

  1. Im Klettergarten Schollberg : super gsi
    October 20th, 2009 @ 23:09

    [...] ein sehr anstrengendes Wochenende versprach der Klettergarten Schollberg bei Sargans. Unterhalb des Gonzen an einer etwas unscheinbaren und doch recht stark befahrenen Stelle zwischen Sargans und Trübbach [...]

  2. Garmil: eine Pulverschnee-Abfahrt : super gsi
    November 2nd, 2009 @ 20:54

    [...] der Pizol (2.844 m), auf der anderen Seite der Gamidaur, und weiter nördlich die Alviergruppe (mit Tschuggen, Hurst, etc.). Man sieht sogar den [...]

  3. Mitten in die Wolken: Hurst : super gsi
    November 3rd, 2009 @ 11:07

    [...] auszuweichen. Wie schon die letzte Woche besuchten wir die Alviergruppe: nach Rosswies, Chapf und Tschuggen starteten wir von Buchs (450m) aus zum [...]

  4. Mit dem Nebel zur Spitze: Hüenerchopf : super gsi
    February 7th, 2010 @ 15:47

    [...] abbiegen und Mels ansteuern (evt. auf den Garmil gehen? Die andere Talseite im Norden böte den Tschuggen…). In Vermol (1.067 m) ankommen und beim Alpenrösli parken. Sich selbst zunicken und denken: [...]

  5. Pulvertraum am Gonzen : super gsi
    December 18th, 2010 @ 15:28

    [...] Route bis zum Berghaus Gonzen (1.478 m) kannten wir schon von einem früheren Ausflug auf den Tschuggen. Von hier teilt sich ein wenig später die Spur Richtung Nordgrat des Gonzen, der zunächst breit, [...]

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