Grillhendl vom Supermarkt
Veröffentlicht am | 17. February 2006 | 4 Kommentare
Vom Himmel kommt weiterhin nichts als Hitze. Irgendjemand hat vergessen, die Mikrowelle auszuschalten. Im Gegensatz zu Rio gibt’s hier keine wirklichen Straende, und wenn eine Zuflucht draussen gibt, dann am ehesten in den Parks, wo ein Hauch von Luft durch die Baeume weht. Wir haben uns also ins Innere unserer Casa verkrochen, die wie alle Haeuser hier typischerweise wie eine Salami gestaltet ist:
- vorne ein schmaler, kleiner Eingang
- dann ein langer Gang nach hinten, der irgendwo in einer Patio endet und
- anschliessend die gemeinsamen Raeume wie Wohnzimmer und Kueche,
- wobei die Schlafzimmer meist ganz hinten liegen
Die heutige Nacht wollen wir auch in einer Wurst-Form verbringen, naemlich im Bus auf dem Weg nach Santiago de Chile. Chilenen hatten wir auch in unserer Unterkunft, doch geplaudert haben wir meist mit einem Visagisten und Friseur aus Mexico City, der jeden Abend Grillhendl aus dem naheliegenden Supermarkt verdrueckt. Bernardo hat 10 Tage bezahlten Urlaub bekommen, als Bonus quasi fuer sein erstes Jahr bei L’ Oreal. Wir haben uns gar nicht getraut, von unserer Reise zu erzaehlen…
Ein anderer “bunter” Vogel ist Alejandro, der Chef der Unterkunft. Bevor er sein Hostel mit einer Freundin aufgemacht hat, hatte er schon 10 Jahre Marketing und Public Relations-Arbeit auf dem Buckel. Eine europaeische Bank, sein letzter Dienstgeber, hatte sich dann aus Argentinien zurueckgezogen und ihn arbeitslos zurueckgelassen. So entstand dann dieses Hostel. Definitiv das Beste, was er machen konnte.
Kommentare
4 Responses to “Grillhendl vom Supermarkt”
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February 18th, 2006 @ 15:02
Ihr Lieben!Langsam werdet Ihr froh sein in eine höher gelegene und damit kühlere Stadt zu gelangen.Für die bevorstehende, sicher mühsame Busfahrt nach Santiago de Chile wünschen wir Euch alles Gute.M.u.P.
February 18th, 2006 @ 15:45
Hallo ihr Beiden,im heutigen Karrierestandard wird das Weiterbildungsprogramm Brain Pool beschrieben, das Mark betreut hat – mit dem unvermeidlichen Foto von Rachinger drunter
Aber ihr seid mit euren Gedanken hoffentlich ganz woanders…Alles Liebe für die Weiterfahrt nach Santiago de Chile!Claudia
February 19th, 2006 @ 04:09
hi Claudia, bitte Beitrag im Standard ausschneiden und mir zuschicken. Das wuerde ich jetzt wirklich gerne lesen… /mark
December 22nd, 2009 @ 23:13
[...] nur die Eingangsfront sichtbar wird, eingezwengt von allen anderen drei Seiten. Wir haben diese Salami-Architektur schon während der Reise angedeutet: vorne Eingang, in der Mitte Wohnräume, hinten die Küche [...]