Super gsi

Das Leben in Paraguay

Veröffentlicht am | 1. February 2006 | 4 Kommentare

Ueber die Hitze haben wir uns schon geaeussert, ein wenig motzend, nun, heute hatten wir am Nachmittag schon 43 Grad hier in Ascuncion. Das ist wie ein Riesenfoen, der dir entgegen blaest. Am Abend erwarten wir erfrischende 38 Grad, da muessen wir ja den Pulli raus holen…

Was geht so ab in Paraguay? Hier ein paar Beobachtungen:

  • die Biersorten sind alle irgendwie deutsch: Bavaria, Pilsen, Munich; und in herkoemmlichen 1 Liter Flaschen
  • Lokale gibt es ganz viele hier, an jeder Ecke wird gegessen. Empanadas zum Mitnehmen, also Teigtaschen mit Kaese-, Fleisch- oder Huhnfuellungen. Eher scharf.
  • Gibt aber auch Alt-deutsche Stuben hier: Wirtshaus zum Spessart, Archenoah, El jardin aleman (der deutsche Garten)
  • weitere Spezialitaeten: Wuerstchen in Teig, Bagel-aehnliche Brotringe in allen Groessen und Geschmacksrichtungen, Fleischspiesse mit Maniok (keine Ahnung, was wir da fuer ein Tier assen) dazu, Fruchtsaefte, frischer Zuckerrohrsaft, … und alles spott-billig – bspw. eine Mango ca. 5 Cent. Hallo, ist da jemand!
  • Leute: sehr freundlich, nur spanisch-sprechend, alle in langen Hosen (kapieren wir nicht, bei der Hitze!), sehr katholisch (nach aussen hin – Jesus conmigo va – Jesus ist mit mir, ueberall in den Autobussen bspw.); daneben aber auch Zeitungen, da kannst den Mund nicht geschlossen halten – Verbrechensopfer in aller Groesse und Farbe, mit Namen etc.
  • Jeder hat mindestens eine Hand staendig in Beschaeftigung – das Halten des Mate-Tee-Bechers oder der 2-L-Kanne. Nationalgetraenk hier, sauft echt jeder.
  • Viele Kids arbeiten hier auf der Strasse: Schuhputzer (Alter: 3 Jahre – Leonie, check this out!), Kaugummiverkaeufer etc.
  • Sonst noch: Land sehr flach und gruen, Weiden uebersaet mit Termitenhuegeln, genauso wie die Strassen der Staedte mit Polizisten

Ein letztes noch zu unserer Unterkunft, und erst jetzt versteht man, wie wir es hier in dieser sonst sehr freundlichen und angenehmen Stadt aushalten: wir haben einen Poooooool. Nochmals: wir haben einen Poooooool.

Morgen geht es wieder in den Bus und damit nach Brasilien: Porto Alegre. Und damit wieder ein Streckenrekord: 20 Stunden… Wir fragen auch immer, bevor wir die Tickets kaufen: Gibts ein Klo im Bus?

Bild: Schnitzfiguren in Ascunscion.

Kommentare

4 Responses to “Das Leben in Paraguay”

  1. Anonymous
    February 2nd, 2006 @ 19:18

    Hallo ihr beiden,Kompliment, Marc, deine Schilderungen sind so toll, dass ich dich gerne als Ghostwriter engagieren würde, wenn ihr wieder da seid!Die Lust auf Urlaub wächst mit jeder Zeile, die ich lese. Ich werde mich dann auf eure Reisetipps verlassen ;) winterliche Grüße aus WienClaudia

  2. Anonymous
    February 2nd, 2006 @ 19:20

    Jetzt hatte ich Mark wieder mal falsch geschrieben – sorry!Ich werde üben…

  3. Anonymous
    February 2nd, 2006 @ 19:20

    Jetzt hatte ich Mark wieder mal falsch geschrieben – sorry!Ich werde üben…

  4. Ascuncion und viel Ungewissheit – Teil 3 : super gsi
    December 22nd, 2009 @ 14:01

    [...] Vater) aus Deutschland, die sich im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Paraguay angesiedelt hatten. Das Deutsche ist in der Tat überall in Paraguay vertreteten, in den Namen der Menschen, der Restaurants und Geschäfte. Als der zum General aufgestiegene [...]

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