Super gsi

Review: Icon Stirnlampe von Black Diamond

Veröffentlicht am| 1. February 2012 | Keine Kommentare

Meine alte Stirnlampe von Primus funktioniert noch immer tadellos, allerdings ist die Leuchtweite nicht besonders. Das ist zwar beim Wandern nicht dramatisch, aber bei nächtlichen Skitouren oder Bikeausflügen doch hinderlich: die Umgebung ist schon vorbei, wenn man sie im Lichtkegel sieht. Also habe ich mir für diesen speziellen Zweck eine zweite, lichtstärkere Stirnlampe zugelegt: Icon von Black Diamond.

Die Icon von BD ist deren lichtstärkstes Modell, d.h. ich habe einen Leuchtbereich bis 80 Meter (oder 3 Watt LED), die mit 3 AAA Batterien versorgt werden. Alternativ kann man von Black Diamond auch einen Akku beziehen und diesen am Stecker aufladen. Sie hat zwei Leuchtstufen: Fernlicht und Nahlicht. Finde ich fein, denn bei Lampen mit vielen Funktionen muss man sich oft länger durchklicken, bis man den richtigen “Scheinwerfer” an hat. Der Leuchtkopf ist schwenkbar, der Ein-Aus-Knopf unten. Mit 188 Gramm Gewicht liegt die Black Diamond Icon Stirnlampe irgendwo im Mittelfeld, fällt mir zumindest auf dem Helm nicht auf.

Die ersten Nachtfahrten hat die Icon gut überstanden und mir ein noch nie dagewesenes Lichtumfeld geschaffen. Mal schauen, wie sie sich in den nächsten hundert Betriebsstunden schlägt.

Mittelberg: spuren hinauf, Pulver hinab

Veröffentlicht am| 29. January 2012 | Keine Kommentare

Nach dem gestrigen Nebel-Tag an der Bettlerspitze trieb es uns auf eine etwas orientierungssichere Route – auf den Mittelberg (2.657 m) am Ende des Vergaldnertals. Der Weg war uns schon von zahlreichen Unternehmungen bekannt. In Gargellen (1.464 m) kennt man schon unsere Autonummer, vermuten wir.

mittelberg

Mittelberg (Bildmitte) im Visier

Zu Beginn der Tour steht der etwas engere Durchschlupf ins Vergaldnertal, der fast wie immer von Lawinenkegeln aus den Osthängen gekreuzt wird. Ab der Vergaldalpe mussten wir spuren, die wenigen Skitourengeher vom Vortag waren auf den Vergaldner Schneeberg aufgestiegen. Wir passierten weitere Hangrutsche von den Osthängen unterhalb des Heimbüchel, immer weiter nach Süden zum Talschluss. Die erste Steilstufe passiert man links, dann gehts mittig wieder etwas steiler links an der Zollhütte vorbei. Wir legten die Spur recht Nutzer-freundlich, querten ein kleines Plateau um schließlich zum Hinterbergjoch aufzusteigen. Den Hinterberg ließen wir rechts liegen und folgten letztlich dem Grat zum Skidepot unterhalb des Mittelbergs.

mittelberg

am Gipfel

Die Spurarbeit hatte sich gelohnt. Der Pulver war locker, 20 cm tief und die Hänge völlig unverspurt. Wir durften unsere Markierungen setzen, genossen die Sonne und schoben die eine oder andere Passage im Mittelteil des Vergaldnertals hinaus.

Bettler Spitze: aus den Augen verloren

Veröffentlicht am| 28. January 2012 | 1 Kommentar

Die Ski lassen einen nicht los. Schneeschauer, tiefe Wolken, feuchte Luft. Nach drei Wochen im Hochalpin-Lehrgang schien mir das keinen Gedanken wert zu sein. Wir fahren nach Buchboden (884 m), warten vor einer kleinen Brücke, bis ein altes Männlein diese im Schneckentempo passiert. Dann sind wir schon auf den Ski und bald in Bad Rotenbrunnen (1.010 m), wieder einmal.

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der eigentliche Start im Bad Rotenbrunnen

Das Gelände ist einfach, wenn auch ein halbes Dutzend Lawinenkegel den Weg zur Gadenalpe (1.317 m) bedecken. Alles Gleitschneelawinen. Es ist immer noch zu warm, zu feucht. Der frische Schnee fällt flockig, aber bei der Retourfahrt wird er schon pappig sein. Unter der Alpe nochmals ein mächtiger Lawinenkegel vom Osthang. Wir entschließen uns, nicht zum Mutterwangjoch hoch zu steigen, sondern auf der sichereren Seite in Richtung Matonaalpe zu gehen. Der Bergnebel hüllt uns nun ein, als wir aus dem Wald auf die freie Fläche treffen.

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eine kurze Aufhellung als meteorologischer Höhepunkt

Das Orientieren wird nun schwierig. Wir halten grob die Richtung, aber eine Spur im Nichts anzulegen ist schwierig, wenn das sichtbare Gelände einen Radius von fünf Metern hat. Kurz haben wir Glück – es reißt auf, wir können uns für einen Weg entscheiden und machen einen guten Sprung vorwärts über einen steilen Hang hinauf auf das Plateau des Gadentals. Wir wollen zu den Spitzen am westlichen Rand des Gadental-Kamms. Es wird wieder neblig, wir gehen fast blind. Dann entscheiden wir uns aus Gefühl für einen scheinbar etwas breiteren Hang. Später stellt sich heraus, es ist der Aufstieg zum Grat südlich der Bettlerspitze (2.272 m). Den Grat erreichen wir um 50 Höhenmeter nicht. Wir sind im völligen White-Out, ich muss mich bei der Spuranlage auf meine Skispitzen konzentrieren, ob sie noch im Schnee stecken oder schon irgendwo über einen Abhang schauen. Wir packen zusammen, und suchen mühsam unseren Weg zurück, entlang der Aufstiegsspur. Der Schnee wäre so prächtig gewesen.

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Bereitmachen für die Abfahrt

Weiter unten ist die Sicht deutlich besser. Die Abfahrt ist nun ein freies Vergnügen. Am Schluss heißt es aber oft anschieben, der Weg nach Rotenbrunnen ist sehr flach. Wir wissen, es war ein Arbeitstag. Spuren und suchen.

Winterlehrgang Hochalpinist – viel Know-How Zugewinn

Veröffentlicht am| 27. January 2012 | 2 Kommentare

Die letzten drei Wochen sind rasch verflogen. Nicht nur unsere Touren am Oberalpass (Six Madun, Piz Malér) waren daran schuld, sondern vor allem meine Teilnahme am Heereshochalpin-Lehrgang Winter. Mit Abstand der interessante Kurs im Bundesheer, den ich machen durfte. Ich hatte ihn mir nicht so fordernd vorgestellt. Das betrifft nicht die körperlich-konditionelle Seite, sondern vielmehr den Umfang des Lernstoffes, der unmittelbaren Anwendung im Gelände und der strengen Prüfungskriterien am Ende des Lehrgangs.

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beim Aufstieg zum Sporaturm

Schwerpunkt war sinngemäß die Bewegung im winterlichen, hochalpinen Gelände auf Ski, die Beurteilung der Wetter-, Schnee- und Lawinensituation und die Kameradenrettung und -abtransport. Abseilen und Ablassen mit Standplatzbau im Schnee war da schon eher eine Randnotiz.

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vom Öfakopf gegen Osten

Die Schneeverhältnisse hätten gar nicht besser sein können (Pulverabfahrten von den Drei Türmen, am Öfakopf, an der Gehrenspitze, am Furkakopf), die allgemeinen Wetterbedingungen waren oft aber etwas schwierig bis gefährlich. Auf der Lindauer Hütte hatten wir einen perfekten Wirt, und auch in unserem Schneebiwak hatten wir es nicht ungemütlich, wenn auch etwas feucht.

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im Biwak auf Wache

Den Abschluss der drei Wochen bildete eine größere Lawinenübung im Raum Gaschurn. Von einer “einfachen” Kameradenrettung bis zu einer komplexen, organisierten Rettung ist es aber stets ein weiter Weg. Mit viel neuem Know-How geht es für mich in die zweite Hälfte der Wintersaison. Beate ist schon unruhig, wann wir endlich gemeinsam die Ski wieder auffellen.

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Ein Black Hawk landet

Piz Malér: abgeblasene Rücken, knietiefer Pulver im Steilhang

Veröffentlicht am| 16. January 2012 | Keine Kommentare

Lang haben wir geschlafen, auch wenn unser motorisiertes Biwak locker -5° C hatte. Die gestrige Tour auf den Badus war Geschichte, heute wollten wir nochmals unser Glück (aka Pulverschnee) versuchen. Von Surrein (1.380 m), unweit von Sedrun, folgten wir einer Aufstiegsspur über offene Wiesen, später durch dichten Wald. Am Ende dieses einfachen Aufstieges, der unsere Körper aber auf Betriebstemperatur brachte, landeten wir auf einem langen Rücken (1.913 m), der nach SW zeigte.

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Der lange, abgeblasene Rücken

Nun kommt die Sonne hoch, wir gleiten mit unseren Skiern mal flach, dann wieder etwas steil, diesen langen Rücken hoch, zum höchsten Punkt (”Garvers dil Tgom, 2.489 m). Nun müssen wir die Ski abnehmen, steigen durch abgeblasenes Gelände rund 100 Höhenmeter ab. Jetzt geht es durch kupiertes Gelände, den Piz Malér nun endlich und immer im Visier, quer nach Westen. Schneller als optisch vermutet erreichen wir das Skidepot auf gut 2.700m Seehöhe. Zum Piz Malér (2.790 m) geht es im guten Trittschnee und über ein paar Blöcke einfach zum Gipfel, den ein einfacher Stecken markiert. Die Luft ist ruhig, wir schauen uns um. Hier gibt es noch viel zu tun, geht uns durch den Kopf. Noch verdammt viel.

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Blick vom Garvers dil Tgom zum Piz Malér (Bildmitte)

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Abstieg vom Piz Malér

Wir steigen ab, schnallen die Ski an und genießen vorsichtig die ersten Hänge. Tragen die Ski wieder zum Garvers dil Tgom hoch, weichen dem abgeblasenen Rücken meist südöstlich aus. Der Schnee hält. Im Wald ist dann entlang der eingestellten Seilbahn knietiefer Pulver. Steil und tief, so mögen wir es. Auch der offene Hang zum Abschluss verwöhnt uns. Diesen Pulver haben wir gesucht, und schließlich gefunden. Wir sitzen im Bus mit roten Gesichtern, durstigen Kehlen und vielen Eindrücken.

Six Madun: von der Quelle des Vorderrhein

Veröffentlicht am| 15. January 2012 | Keine Kommentare

Als hätte mir eine Woche Skikurs beim Österreichischen Bundesheer nicht genügt (davon später), sind Beate und ich mit unserem Büssle zum Oberalppass angereist, um zwei Skitourentage in dieses neue Jahr einzubauen. In der Morgenrealität sieht die Sache immer etwas nüchtern aus – Dunkelheit, Kälte, Müdigkeit beim Autofahren, und ein schlafender Beifahrer.

So fahren wir bis ans sprichwörtliche Ende der Straße am Oberalppass bei Tschamut (1.645 m), und nehmen mit den Skiern die Galerien der Passstraße in Angriff. Riesige Lawinenkegel liegen uns zu Füßen, und dann schwenken wir ins Val Maighels, steigen langsam und gemütlich hoch fast bis zur gleichnamigen Hütte (2.314 m). Die Sonne blendet uns, und der Schnee ist nicht mehr pulvrig.

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Der letzte Kilometer zum Six Madun

Wir drehen gegen Westen, überwinden die ersten Steilstufen und suchen uns einen feinen Weg durch das kupierte Gelände, das durch Felsabbrüche durchschnitten wird. Der Osthang hat eine Windharschdecke, alles ist recht fest. Nach ein paar Steilhängen schlüpfen wir über den mit Wechten versehenen Südgrat, erreichen das Skidepot. Über den Grat geht es recht einfach, aber dennoch vorsichtig, zum etwas klein geratenen Gipfelkreuz des Six Madun (Badus, 2.928 m).

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Six Madun (Bildmitte) vom Piz Malér aus

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Am Grat retour vom Gipfel

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Blick nach Andermatt

In der Abfahrt suchen wir nach steilen Hängen, die Pulver versprechen. Allzu fündig werden wir nicht, aber der Schnee ist besser als er aussah. Weiter unten wird’s doch noch was mit dem Pulver, und wir folgen der Quelle des Vorderrhein in seinem Bachbett bis nach Tschamutt. Der Kaffee wartet, uns ist kalt. In der Stube des Restaurant Rheinquell tauen wir auf, beschließen in Sedrun noch ein paar Runden auf der Loipe zu drehen, um irgendwann in unser motorisiertes Biwak einzukehren. Die Nacht wird eisig, das Obst, der Brie, gar Beates Kontaktlinsenflüssigkeit friert über Nacht ein. Gut, wenn man feine Schlafsäcke hat. Und am nächsten Tag die Sonne scheint und wir wieder auf den Skiern stehen.

Das Jahr 2011 in Zahlen

Veröffentlicht am| 6. January 2012 | Keine Kommentare

Von Jahr zu Jahr werden meine Datensammlungen zu unseren Aktivitäten reicher und differenzierter. Begnügte ich mich letztes Jahr mit Höhenmetern, Distanzen und Übernachtungen (siehe Stats 2010), so habe ich für dieses Jahr eine umfangreiche Info-Grafik zusammengestellt (wer so etwas in Auftrag geben möchte, kann sich an mich wenden).

stats2011

Das Jahr 2011

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"Super gsi - Trails & Raids" berichtet über die Reisen und Outdoor-Aktivitäten von Beate und Mark, darunter Adventure Racing, Hochtouren, Mountainbiking oder Skitouren. Mehr dazu hier...

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