Oliver Peak: Powdern in den Tetons

Der Schnee ist von der Sorte, den man für’s Schneemann-Bauen so liebt: pickig. Oder für die Ausgestaltung einer Schneehöhle. Zumindest bleibt der Schnee so in den ersten hundert Höhenmetern, weg von der Straße zum Teton Pass. Schon in der Nacht (Tetonia) war es erstaunlich war, der Schlafsack blieb offen, die Wollmütze im Bücherkasten und das T-Shirt kurz. Oder anders: ein Schlaf nicht in der Gefriertruhe, sondern im Kühlschrank. Angenehm, fast schon zu warm. Es hat hier viel Schnee, aber im Tal wird er nun patzig, und wir brechen mit einem Becher frischem Kaffee zum Teton Pass auf, wo wir nach einer Partie Kühlschrank-Tetris zur Tour aufbrechen. Erklärung zum “Kühlschrank-Tetris”: möglichst viel in den Kühlschrank biegen, was nicht Nager-fest verpackt ist. Denn wir hatten oder haben immer noch einen kleinen Besucher mit Fell im Büssle. Wir sind auch hierauf vorbereitet.

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Welcome to Wyoming

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großartige Stimmung am Teton Pass

Die Route zum Oliver Peak (2.744 m) ist recht klar, und wir haben Hilfestellung durch eine bereits vorhandene Spur vom Vortag. Die Route erlaubt einen sicheren Aufstieg durch den Wald, und trotz der anhaltenden Lawinenwarnstufe 3 ist es eine sichere Tour. Geländemäßig wie im Vorderwald. Wir überqueren zwei kleine Vorgipfel, bevor wir am Wind ausgesetzten Scheitelpunkt der Tour abfellen. Trotz der Wolken ist die Sicht überwältigend. Die ganze Gegend westlich des Passes ist unangetastet, wir sind die einzigen hier weit und breit. Kaum vorstellbar am Pass oder gar dahinter, in Jackson, Wyoming. Der Berg liegt noch in Idaho, ein Teil der Route verläuft in Wyoming. In den oberen zwei Drittel der Tour ist der Schnee leicht und locker, und dementsprechend freut uns die steile Abfahrt durch den Wald, später über Lichtungen, und dann hinaus durch den Canyon wieder zur Passstraße. Eine herrliche Tour, wenn auch für unsere Verhältnisse recht kurz.

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der unwiderstehliche Blick auf Buck Mountain

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alles unverspurt, alles für uns

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Blick vom Oliver Peak nach Victor, Idaho

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  1. […] endlich: eine lange (8,5 Std, 1.600HM), alpine Skitour in den Tetons (Taylor Mountain und Oliver Peak sind hübsche Halbtagestouren). Der Morgen fängt etwas frustrierend an. Nicht wegen des Weckertons […]

  2. […] Bruchharsch. Wir sind die ersten am Parkplatz beim Coal Creek, immer noch (wie gestern zur Tour zum Oliver Peak) auf der Westseite des Teton Pass. Wir wundern uns ein wenig, es ist acht Uhr morgens, und der […]

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