Reisen in Taiwan

Wow, ich glaube es war im Februar diesen Jahres, als ich das letzte Mal in einem Hochgeschwindigkeitszug gesessen bin. Taiwan ist also eine Annäherung an gewohnte, europäische Reisestandards, eventuell auch eine langsame, erste Eingewöhnung auf die Zeit nach unserem „Ring of Fire“-Projekt. Taipeh (Taipei) ist ein riesiges Häusermeer, mit großen Straßen und übergroßen Autobahnen, tausenden Leuchtreklamen, 24-Stunden Seven-Eleven Stores, sauberen Straßen und disziplinierten Verkehrsteilnehmern. Das ist, kommend aus Indochina, ein anständiger Kulturschock.

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Ankunft in Taipei – alles durchorganisiert

Schon mein Hostel-Bett ist zwei Niveaus besser als alles Dagewesene auf unserer Reise: zwei frische Leinen, eine Daunendecke, das Stockbett mit einem Vorhang, Wandlampe und Stecker zu einer eigenen Privatssphäre umgewandelt. Peinlich saubere Duschen mit heißem Wasser, eine Lounge im japanischen Stil und Futons am Boden, das sind sehr ungewohnte Zustände. Nur schade, dass meine Nacht nur fünf Stunden dauert. Am Abend spät angekommen, dann noch alles für die nächsten Tage online vorbereitet, und in der Früh die vorhersehbare Hektik: erkläre einer Chinesin in ihr unverständlichem Englisch, dass du Steigeisen, Pickel und Gaskartuschen brauchst. In 5 Minuten. Pantomine über Kulturgrenzen hinaus! Das Rennen geht weiter: in 7 Minuten vom Store zum Bahnhof rennen, mit gut 30 Kilo beschwert. Ich denke nur, gut dass ich noch am Vorabend das Ticket gekauft und den schnellsten Weg zu meinem Gleis ausgekundschaftet habe. So habe ich am Ende noch 4 Minuten für einen Getränkeautomaten, dann bugsiere ich im Pulk mit anderen 50 Fahrgästen mein Equipment durch den schmalen Mittelgang, Wagen 3, zum Sitz 24.

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Komfort im Schnellzug

Als ich in Yilin aussteige und nach meinem Bus nach Wuling etwas verloren Ausschau halte, da läuft mir Allen über den Weg. Auch er sitzt etwas zufällig da, hat seinen Bus verschlafen, und fährt nun, siehe da, auch nach Wuling.

2 replies

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Taiwan ist interessant. Man könnte meinen, ich sitze in Europa, so viele Weihnachtsbäume stehen hier herum. Und weil hier alles so organisiert ist, denke ich oft an Japan. Ich würde fast meinen, die Lebensqualität ist wie bei uns. Fast alle Notebooks dieser Welt kommen aus Taiwan, und sonst noch Einiges. […]

  2. […] jetzt hatte ich in Taiwan Einiges an Glück, interessante Leute zu treffen. Einer davon ist Allen, der Junge von der Busstation in Yilin. Er macht in Wuling seinen Zivildienst. Wir kommen also ins Gespräch, und enden damit, dass ich […]

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