Pöngartlekopf: Genussabfahrten

Es gibt leichte und schwierige Aufstiegswege. Wir wählten den Schwierigen, unfreiwillig. Die Beschreibung im Skitourenguide war zweideutig, und prompt kämpfen wir uns nach einem ersten steilen Aufstieg (nach einem flachen Zustieg aus Zug, 1.510 m) durch dichtes Latschengelände. Dieses wird so steil, dass wir die Ski auf den Rucksack packen und hochsteigen. Wir tun das für eine gute Stunde, denn der Schnee steht uns bald bis zur Brust. Es ist wie eine Wand, die ständig unter uns nachgibt. In Kriechmanier und mit Hilfe von Latschen gelingt uns der Ausstieg, und über kuppiertes Gelände können wir wieder auf die Normalroute aufschließen.

pongartlekopf

endlich aus den Latschen raus

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Pöngartlekopf vor uns, wir drehen nach N steil ab

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Skidepot im Steilhang, Blick auf Spuller See

Die Traverse bis zum Sattel ist gemütlich. Der Sattel ist allerdings nicht begehbar. Nach oben vielleicht, mit viel Kraxeln und einer potentiell riskanten Traverse. Aber nach unten? Hmm. Wir entscheiden uns nach Norden abzudrehen, gehen einen steilen Südhang zum Vorgipfel (ca. 2.450 m) hoch. Skidepot und die letzten Meter zu Fuß und betrachten ein paar alte Bekannte, unter anderem der Spuller Schafberg. Der Grat zum Pongartlekopf ist eine Kletterroute. Also machen wir uns fit für eine hübsche Abfahrt. Und die wird richtig fett. Besonders im Mittelteil, als wir in den Latschenwald eintauchen. Einfach Hölle. Steil, viel Pulver, rassiges Gelände. Top 3 Abfahrt in diesem Winter. Also es geht was, mit dem Pulver. Was für ein Unterschied zur Tour vom Montag.

4 replies
  1. Gebo says:

    Hallo Mark! Tolle Tour auf den Pöngertlekopf, den habe ich noch auf der To-do Liste, aber der scheint ja nicht so einfach zu sein, wie im Führer beschrieben? Ist der Gipfel überhaupt erreichbar? Würde mich freuen, wenn du mir vielleicht ein paar Fotos senden könntest, damit ich weiß, was mich erwartet.

    Grüße!
    Gebo

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Es ist nass, kühl, friedlich, herrlich. Durch die Latschen komme ich exakt an jenen Ort, den ich vor Jahren mit den Ski genommen habe. Damals ging es noch ein Stückchen weiter, bis zu einer Steilwand, die mit den Ski irgendwie nicht […]

  2. […] kann ich mich nicht satt sehen. Die Johannesköpfe interessieren mich, und auch der Nord-Grat zum Pöngertlekopf schaut annehmbar ruppig […]

  3. […] sind von der Tour am Pöngartlekopf immer noch beschwingt. Also packen wir die Ski früh ins Auto und erreichen Zug (1.510 m) gegen […]

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