Prachttag am Gletscher Ducan

Um fünf läutet der Wecker, wir schälen uns aus den Schlafsäcken. Die Innenscheiben sind mit eisigem Rau beschlagen, aber mit einer Portion warmen Porridge wird uns schnell warm. Wir fahren von Davos nur wenige Kilometer nach Monstein, suchen nach einer passenden Parkgelegenheit für unser Büssle, welche wir dann schließlich am Ortseingang identifizieren. Im Morgengrau tragen wir die Ski durch’s Dorf (1.636 m) zum Toureinstieg auf den Gletscher Ducan, einem schönen Aussichtsgipfel im Umland von Bergün.

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die ersten Sonnenstrahlen kurz vor der Fanezfurgga

Der Schnee ist beinhart gefroren, ein Ergebnis des gestrigen heißen Wetters auf dieser Höhe. Etwas unangenehm gestaltet sich also der Aufstieg zunächst zur Oberalp (1.913 m). Der Richtung folgend geht’s über den Fanezmeder zur Fanezfurgga (2.580 m), wo wir nicht nur auf die ersten Sonnenstrahlen treffen. Hier treffen sich die verschiedenen Tourengemeinschaften auf ihren Weg zu den zahlreichen Ski-Zielen.

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Dieser Schneehund hatte Gletscherbrille und Pieps

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Von der Fanezfurgga geht’s rechts entlang zur Ducanfurgga und dann nach links über den schattigen Gipfelhang zum Gletscher Ducan (linke Bildhälfte)

Wir setzen unseren Weg nach Süden fort und queren zur Ducanfurgga (2.667 m). Von hier aus könnte man recht schön auch nach Bergün abfahren. Unter dem Gipfelhang, der noch vollkommen im Schatten liegt, wird’s steiler. Die Spur ist nicht besonders angelegt, sie ist zu steil und wir rutschen. Irgendwann bringen wir die gut zwanzig Spitzkehren hinter uns. Wir sind nicht allein am Skidepot, es ist ein Kommen und Gehen. Nicht in Massen, so dass es sich nicht unangenehm anfühlt. Die letzten Meter zum Gipfel des Gletscher Ducan (3.019 m) geht es zu Fuß. Die Wechten bemerkt man erst beim Abstieg.

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letzten Schritte zum Gipfel – Vorsicht auf Wechten!

Die Fernsicht am Gipfel ist überwältigend. Weit im Norden entdecken wir die eindeutige Silhoutte der Sulzfluh und der drei Türme. Und dann fällt der Blick auf den Piz Kesch, vielleicht die massivste Erscheinung im Süden an diesem Tag, auch wenn der Blick bis zum Ortler reicht. Die Keschhütte bleibt aber hinter den massiven Felswänden verborgen.

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Blick vom Gletscher Ducan zum Piz Kesch

Die Abfahrt bis nach Monstein ist eine Mischung aus “steil, wunderbar und häßlich”. Der oberste Teil des Gipfelhangs ist schon recht zerfahren und leicht windharschig, links außen dann pulvrig und leicht. Wir fahren bis zum Ducanbach (auf ca. 2.500 m) ab, so lässig sind die Verhältnisse. Der Gegenaufstieg von 100 Höhenmetern zur Fanezfurgga ist lästig, aber auch rasch vorüber. Die nächsten Hänge sind im oberen Teil noch gut fahrbar, aber schon oberhalb der Oberalpe entweder noch sehr hart, harschig oder schlicht übel. Der Fahrspaß ist aber ab der Oberalpe gewiss nicht mehr gegeben.

Gute zwei Stunden dösen wir in unseren Stühlen in der Sonne, bauen eine Schneebar auf und haben nicht mehr viel vor außer noch eine Runde auf der Davoser Dorfloipe mit den Lauflangski zu drehen, bevor es wir wieder in die Heimat geht.

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