Marmolada oder die Etappe des Giro d’ Italia

Frisch motiviert und gut erholt von der Sella-Runde ging es trotz Regens auf den nächsten Rundkurs in den Dolomiten, diesmal um die Marmolada. Start war in der Nähe von Canazei (1.465 m), von wo wir zunächst eher flach bis nach Moena (1.190 m) einrollen durften. Die Rennräder liefen gut, auch als es auf einen gut 10 km langen Anstieg zum Passo di San Pellegrino (1.918 m) ging (zur Strecke siehe auch hier).

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Am Passo di San Pellegrino

Das Wetter hatte sich zum Pass hin wesentlich gebessert, die Sonne kam heraus, und wir hatten eine trockene Piste für die steile Abfahrt (bis zu 18%) über Falcade nach Cencenighe (ca. 800 m), wo es erstmal einen Jausensnack in der lokale Patisserie gab. Von nun an zogen wir unsere Spur leicht aufwärts nach Caprile (1.033 m).

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Mitten in den Dolomiten

Von Caprile an befanden wir uns auf einen Teilstück des Giro d’Italia 2011, der am nächsten Tag hier vorbei rollen sollte. So hatten wir eine bestens vorbereitete Straße mit Absperrungen und zahlreichen schon am Vortag angereisten Fans, die am Straßenrand ihre Feste am Grill feierten. Auf jeden Fall hatten wir für die nächsten 15 Kilometer stets respektvolle Zuschauer, als wir uns die Rampen mit 15% Steigung hochschoben. Die Serpentinen kurz unterhalb des Passo di Fedaia (2.057 m) mit 12% Steigung waren geradezu erholsam.

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Aufstieg zum Passo di Fedaia

Am Passo di Fedaia war schon die Zielankunft des Giro vorbereitet, wir fuhren hindurch wie kleine Sieger, aßen noch etwas, bevor es auf die lange Abfahrt nach Canazei zum Büssle ging. Landschaftlich eine wunderschöne Runde, die auch das Rennradler-Herz höher schlagen lässt.

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Blick von der Fedaia-Passhöhe Richtung Canazei

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Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Der Anstieg zum Passo Cereda ist nicht lang, aber wie versprochen hochprozentig, mit 18% über längere Abschnitte. Dennoch fühlen wir uns am Pass nicht ausgeblutet, fahren ohne viel Aufhebens wieder ab Richtung St. Andrea, wo nochmals ein kleiner Anstieg bevorsteht. Es ist bald Mittag, ich hab Hunger und stopfe mir unterwegs Schokoriegel, Brot und Roulade in den Mund. Das ist okay, denn auch in Agordo gibt’s keine Pause. Ab hier empfinde ich die Strecke als lästig, eine Schnellstraße mit einem langen Tunnel bis nach Cencenighe. Der Ort kommt uns bekannt vor, und tatsächlich erinnern wir uns einmal an eine vergangene Tour: vom Passo S. Pelligrino kommend passierten wir diesen Ort auf dem Weg zum Passo de Fedaia. […]

  2. […] ein Thema: Rennradfahren. Die Wahl fiel auf Südtirol mit den drei Klassikern: die Sella-Runde, die Marmolada-Runde und die Bozner-Hausrunde mit dem Mendelpass. Die Anreise am Vortag hatte einen kurzen Stopp am […]

  3. […] dem Rennradfahren auf der Sella-Runde und der Marmolada-Runde hatten wir noch ein kurzes, trockenes Wetterfenster am Sellajoch zum Bouldern genützt. Unweit der […]

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